15.04.2015
FLUG REVUE

Aufsichtsrat gibt grünes LichtFrankfurt baut Terminal 3 bis 2022

Deutschlands wichtigster Drehkreuzflughafen, der Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt, will ab Ende dieses Jahres mit dem Bau des bereits geplanten Terminals 3 im Süden des Flughafens beginnen, um diesen neuen Abfertigungsbereich im Jahr 2022 öffnen zu können.

Frankfurt Airport Terminal 3 Computerbild

Das Computerbild zeigt, wie das Terminal 3 in Frankfurt aussehen soll. Foto und Copyright: Fraport AG  

 

Nach detaillierter Analyse der Prüfgutachten der Hessischen Landesregierung zur Bedarfsentwicklung am Frankfurter Flughafen komme die Fraport AG zu der abschließenden Bewertung, noch in diesem Jahr mit dem Bau des dritten Terminals zu beginnen, teilte der Flughafenbetreiber am Mittwoch mit. In seiner gestrigen Sitzung habe der Aufsichtsrat des Unternehmens seine Entscheidung zur Realisierung des geplanten Terminals 3 im Süden des Flughafens bestätigt.

Grundlage für diese Entscheidung sei die durch zwei unabhängige Institute prognostizierte Verkehrsentwicklung, die im Kern auch durch die von der Landesregierung beauftragten Qualitätssicherer bestätigt werde. Diese attestierten den von Fraport erstellten Verkehrsprognosen, den anerkannten Regeln der Wissenschaft zu entsprechen. Die von Fraport im vergangenen September in Auftrag gegebenen Gutachten gehen davon aus, dass am Frankfurter Flughafen bis zum Jahr 2021 mit einem Passagieraufkommen von 68 bis 73 Millionen zu rechnen sei. Die aktuelle Auslastungsgrenze der bestehenden Terminals von 64 Millionen Passagieren werde damit bis 2021 deutlich überschritten. 

„Wir haben die Entscheidung für das Terminal 3 sehr sorgfältig geprüft und hinterfragt. Wir sind uns dabei unserer Verantwortung gegenüber den Anteilseignern, den Nutzern und Beschäftigten des Flughafens ebenso wie den Menschen in der Region sehr bewusst. Der Frankfurter Flughafen ist nicht nur die größte Arbeitsstätte in Deutschland, er ist zugleich Hessens und Deutschlands ‚Tor zur Welt‘. Terminal 3 wird diese Rolle festigen und damit unsere Region weiter stärken. Um der prognostizierten Verkehrsentwicklung Rechnung zu tragen, ist es nunmehr erforderlich, in diesem Jahr mit dem Bau des dritten Terminals zu beginnen“, begründet Dr. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender der Fraport AG, die Entscheidung des Unternehmens.

Mit einem Investitionsvolumen von 2,5 bis 3 Milliarden Euro werde der Bau des Terminals 3 eines der großen Infrastrukturprojekte in Deutschland. Die Fraport AG verzichte darauf, einen Generalunternehmer einzusetzen. Stattdessen werde der Flughafenbetreiber gezielt Einzelgewerke ausschreiben. Dieses Vorgehen habe sich bereits beim Bau des Flugsteigs A-Plus bewährt und solle vor allem den Unternehmen aus der Region die Möglichkeit eröffnen, vom Bau des Terminals 3 zu profitieren, sagte Dr. Matthias Zieschang, Vorstand Controlling und Finanzen der Fraport AG.

In Kürze werde die europaweite Ankündigung und Ausschreibung für die erste Bauphase der Tiefbauarbeiten beginnen. Aufgrund der entsprechenden Fristen für solche Ausschreibungen solle der Beginn der Erdaushubarbeiten Ende des Jahres erfolgen. Die Bauzeit inklusive entsprechender Testphasen sei auf gut sieben Jahre angelegt, so dass die Inbetriebnahme im Jahr 2022 vorgesehen sei.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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