12.08.2014
FLUG REVUE

Drehkreuz Rhein-Main-FlughafenFrankfurt: Baugenehmigung für Terminal 3

Die Stadt Frankfurt hat am Dienstag der Fraport AG die Baugenehmigung für das neue Terminal 3 im Süden des Flughafengeländes, auf dem Gelände der früheren Air Base, erteilt.

Frankfurt Airport Terminal 3 Computerbild

Der Frankfurter Flughafen hat die Baugenehmigung für den ersten Abschnitt (dunkelgrau markiert) des neuen Terminals 3 erhalten. Foto und Copyright: Fraport  

 

Die Errichtung des neuen Terminals sei Teil des durch den Planfeststellungsbeschluss bereits genehmigten Ausbaus des Airports, teilte die Fraport AG am Dienstag mit. Für das neue Terminal sei eine modulare Bauweise vorgesehen. In der ersten, nun genehmigten Bauphase sei zunächst ein zentrales Terminalgebäude mit zwei Terminalflügeln und einer Kapazität von 14 Millionen Passagieren im Jahr geplant.

„Wir begrüßen die jetzt erteilte Baugenehmigung für den ersten Bauabschnitt des Terminals 3. Mein besonderer Dank gilt dabei dem Team der Fraport-Bauplanungsexperten für die gute Arbeit wie auch der Bauaufsichtsbehörde der Stadt Frankfurt, die einmal mehr ihre Kompetenz und Professionalität in der Begleitung von auch komplexen Hochbauprojekten unter Beweis gestellt hat“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte.

Fraport geht derzeit davon aus, den ersten Bauabschnitt des Terminal 3 spätestens im Jahr 2021 in Betrieb zu nehmen. Alle Prognosen bestätigten derzeit die Erwartung eines nachhaltigen Wachstums in Frankfurt. Beispielsweise sehe die aktuelle Langfristverkehrsprognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) bis zum Jahr 2030 im Luftverkehr ein durchschnittliches Passagierwachstum von etwa 2,5 Prozent pro Jahr. Damit sei der Luftverkehr der am stärksten wachsende Verkehrsträger in Deutschland. Das Wachstum am Frankfurter Flughafen liege in den zurückliegenden Jahren aufgrund seiner starken internationalen Stellung mit durchschnittlich drei Prozent bereits über diesen Werten und auch der aktuelle Trend zeige, dass bis zum Jahresende erneut ein reales Passagierwachstum von zwei bis zu drei Prozent erwartet werde.

Auf Grundlage dieser künftigen Verkehrsentwicklungen seien die Kapazitäten in Terminal 1 und Terminal 2 spätestens im Jahr 2020 erschöpft. „Wir werden diese Einschätzungen nun auch noch einmal durch fundierte Prognosen überprüfen und auf dieser Grundlage die Bedarfsanalyse für die künftige Terminalkapazität konkretisieren“, erläuterte Schulte die nächsten Schritte. „Entscheidend ist, dass wir unseren Passagieren auch künftig die erforderlichen Kapazitäten und die Vielzahl der Flugverbindungen mit bestmöglichen Services und Prozessen anbieten können."

Deutsche Unternehmen seien sehr erfolgreich auf den weltweiten Märkten vertreten. Dies sichere und schaffe Wohlstand und Arbeitsplätze in Deutschland. Voraussetzung hierfür seien direkte, schnelle und planbare Flugverbindungen in die Welt. Das sei die Funktion des Frankfurter Flughafens für Hessen und für Deutschland. Deshalb sei der bedarfsgerechte weitere Ausbau der Kapazitäten erforderlich.

An den beiden Flugsteigen des ersten Bauabschnitts sind 24 Gebäudepositionen für die Flugzeugabfertigung vorgesehen (im Vollausbau 50). Die Gebäudeplanung orientiert sich insgesamt an einem hohen Energieeffizienz-Standard. Das technische Anlagenkonzept des Gebäudes ist beispielsweise so ausgelegt, dass auf Zufuhr externer Heizenergie komplett verzichtet werden kann. Der benötigte Kühlenergiebedarf wird zu einem Großteil über regenerative Energien erzeugt.

Die notwendige Vernetzung des Terminals 3 mit den Terminals 1 und 2 und den Bahnhöfen wird durch die Erweiterung der Gepäckförderanlage und des Passagier-Transfersystems „Sky Line“ sichergestellt. Zudem erhält das neue Terminal einen zusätzlichen Autobahnanschluss und ein eigenes Parkareal.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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