05.05.2017
FLUG REVUE

Angebot für spirituelle EinkehrGebetomat am Stuttgarter Flughafen

Am Flughafen Stuttgart wurde ein sogenannter Gebetomat aufgestellt. Im Terminal 3 können sich Reisende in der einem Passbildautomaten ähnlichen Kabine Inhalte verschiedener Religionen anhören.

Gebetomat

Der Gebetomat am Stuttgarter Flughafen. Foto und Copyright: Flughafen Stuttgart.  

 

Initiator der Aktion ist die Airport Seelsorge, die so „einen Impuls zum Innehalten“ schaffen möchte. Die Gebete sind nach Sprachen und Religionen geordnet. Sie reichen von Religionen indischen Ursprungs über ethnische Religionen bis hin zu polytheistischen Religionen und Kulten, vom Vater-unser über Hare Krishna-Anrufungen der Hindus bis zu einem Gebet aus der Beerdigungszeremonie auf den Salomoninseln. Insgesamt stehen über 300 Inhalte in mehr als 65 Sprachen zur Auswahl.

Stuttgart ist zwar der erste Flughafen, aber nicht der erste Ausstellungsort des Gebetomaten. Um die Installation gab es bereits Kontroversen, da auch umstrittene religiöse Bewegungen vorhanden sind. Eine Ausstellung in den Hamburger Bücherhallen wurde 2012 abgesagt. Nach anhaltender Kritik wegen der Gleichwertigkeit von Scientology mit Weltreligionen im Angebot des Automaten machten die Veranstalter einen Rückzieher.

Gebaut wurde der Gebetomat von dem Berliner Regisseur und Künstler Oliver Sturm. Zur Idee hinter der Installation erklärt Sturm: „Ich halte die – dem Denken Andy Warhols verwandte – Idee einer automatenhaft herstellbaren Erzeugung religiösen Gefühls für einen sehr zeitgenössischen Gedanken.“ Die Idee für den Gebetomat hatte der Künstler im multireligiös geprägten New York. Hier beobachtete er 1999 einen mit „künstlicher Stimme auf einlullend monotone Weise sprechenden“ Passbildautomaten. Das inspirierte Sturm einen vergleichbaren Automaten zu bauen, der religiöse Gebete von sich gibt.



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