01.06.2017
FLUG REVUE

Gefährliche Blendung von PassagierflugzeugenHaft für Laser-Attacke auf Flugzeuge

Für die Blendung von Verkehrsflugzeugen am Flughafen Schönefeld ist ein 49-jähriger Brandenburger am Mittwoch zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

EC-135 Polizei Land Brandenburg

Ein Hubschrauber der Polizei Brandenburg, hier eine EC-135, konnte nach einer nächtlichen Laserblendung den Täter ausfindig machen. Er wurde zu einer Haftstrafe verurteilt. Foto und Copyright: MIK Brandenburg  

 

Das Amtsgericht Zossen in Brandenburg verurteilte den Mann am Mittwoch für eine Tat im August 2016 zu acht Monaten Haft ohne Bewährung. Damals hatte der Mann in den Nachtstunden von seiner Wohnung nahe des Flughafens Schönefeld an- und abfliegende Verkehrsflugzeuge mit einem Laser-Pointer geblendet. Ein Polizeihubschrauber stieg auf, um die Quelle der Laserstrahlen zu orten und wurde ebenfalls ins Visier genommen. Der Polizeihubschrauber soll alleine 22 Sekunden lang mit dem Laserstrahl geblendet worden sein. Piloten wurden dabei jedoch nicht verletzt. Den Beamten gelang es, den Täter ausfindig zu machen. Der Angeklagte räumte ein, den Laser benutzt zu haben, ohne jedoch Flugzeuge oder den Hubschrauber zu bemerken. Laut Rundfunk Berlin-Brandenburg ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. 

Laserstrahlen können dauerhafte Schäden der Netzhaut hervorrufen und Piloten fluguntauglich machen. Luftfahrt-Bundesamt und Deutsche Flugsicherung verzeichnen im Jahr mehrere hundert Meldungen über die Blendung von Piloten mit Laserstrahlen. Den Tätern drohen bei gefährlichem Eingriff in den Luftverkehr empfindliche Strafen, darunter Geld- und Haftstrafen bis zu fünf Jahren.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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