27.04.2015
FLUG REVUE

Rotes Kreuz und THW schicken erste HilfsgüterNepal: Erdbebenhilfe aus der Luft läuft an

Nach dem schweren Erdeben in Nepal und einer Reihe weiterer Erdstöße ist am Montag in großem Stil die Hilfsaktion angelaufen. Auch aus Deutschland ist Hilfe unterwegs.

Verladung_Hilfsgüter_DRK_Berlin_Schönefeld_MD-11F

Unser Archivbild zeigt die Verladung von Hilfsgütern in Berlin-Schönefeld für das Deutsche Rote Kreuz. Hier wurde im November 2014 ein Ebola-Behandlungszentrum für Sierra Leone verladen. Foto und Copyright: Deutsches Rotes Kreuz  

 

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) starte am Montagabend vom Flughafen Berlin-Schönefeld aus einen Hilfsflug für die Erdbebenopfer in Nepal, teilte das Deutsche Rote Kreuz mit. Das DRK schicke zunächst 60 Tonnen Hilfsgüter im Wert von rund 270.000 Euro. Hierbei handele es sich hauptsächlich um Familienzelte, Decken, Zeltplanen, Hygienepakete, Küchensets und Wasserkanister. Außerdem werde mit dem vom DRK organisierten Flug auch eine Trinkwasseraufbereitungsanlage des Technischen Hilfswerkes transportiert. Der mit Mitteln des Auswärtigen Amtes finanzierte Flug könne wegen fehlender Nachtlandemöglichkeiten in Nepal erst am Montagabend von Berlin-Schönefeld aus starten, um im Laufe des Dienstags bei Tageslicht in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, einzutreffen.  

„Unsere Vorbereitungen im DRK-Logistikzentrum in Berlin-Schönefeld laufen auf Hochtouren. Jetzt kommt es darauf an, dass die Hilfe für die Erdbebenopfer in Nepal möglichst rasch vor Ort ankommt. Denn die Lage  ist verheerend. Zehntausende Menschen müssen die Nacht im Freien verbringen, weil ihre Unterkünfte zerstört sind und die Gefahr von weiteren Nachbeben besteht,“  sagte Christof Johnen, Leiter der DRK-Auslandshilfe. Die Verteilung der Hilfsgüter vor Ort wird unter anderem das Nepalesische Rote Kreuz übernehmen, dessen Helfer rund um die Uhr im ganzen Land im Einsatz sind. Die genauen Flugzeiten des Hilfstransports sind allerdings davon abhängig, ob der Flughafen in Kathmandu wegen der Nachbeben geöffnet ist.

Der Tribhuvan International Airport in Kathmandu soll glücklicherweise weitgehend betriebsfähig geblieben sein, er ist aber operationell stark überlastet. Zeitweise mussten ankommende Hilfsflüge in Warteschleifen geschickt oder umgeleitet werden. Unter anderem müssen aus dem Erdbebengebiet zehntausende Touristen ausgeflogen werden. Bereits vor Ort befinden sich unter anderem eine DC-10 der niederländischen Luftwaffe, eine Boeing 787 von LOT und eine Boeing 767-300 von Titan Airways aus London. Die US Air Force hat eine C-17 mit Hilfsgütern aus Dover entsandt, während sich eine C-130 der USAF bereits im Erdbebengebiet befindet. Die vom Deutschen Roten Kreuz gecharterte MD-11F der Global African Aviation wurde am Montag in Berlin-Schönefeld zum Abflug beladen.

Schon am Sonntag waren in Frankfurt/Main die ersten deutschen Erdbebenhelfer mit Spürhunden per Lufthansa-A380-Linienflug nach Delhi aufgebrochen. Das Erdbeben der Stärke 7,9 hatte in Nepal mindestens 2500 Menschenleben gefordert. Etwa 6000 Personen sind verletzt und tausende obdachlos und ohne Wasser und Lebensmittel.

Das DRK ruft dringend zu Spenden für die Erdbebenopfer auf:

Spendenkonto: IBAN DE63370205000005023307
BFSWDE33XXX (Bank für Sozialwirtschaft)
Stichwort: Erdbeben Nepal



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