06.11.2018
FLUG REVUE

Rodungsarbeiten für Terminal 3-AutobahnzubringerPolizei räumt Protestcamp in Frankfurt

Am Dienstag begann im Süden des Frankfurter Flughafens die Räumung von Baumhäusern, mit denen Ausbaugegner ein Gebiet besetzt halten, auf dem ein Autobahnzubringer zum künftigen Terminal 3 gebaut werden soll.

Flughafen Frankfurt Terminal 3

Flugsteig G (rechts) ist einer von drei Piers des neuen Terminal 3 des Flughafens Frankfurt. Foto und Copyright: Fraport AG  

 

Die Frankfurter Polizei teilte mit, dass seit den frühen Morgenstunden ein polizeilicher Einsatz zur Räumung des Protest-Camps im Treburer Wald und zur Vorbereitung der Errichtung eines Zauns und anschließender Rodung durch die Fraport AG stattfinde. Seit Anfang 2018 war dort ein Camp aus Baumhäusern, Hochsitzen und Zelten errichtet worden, um gegen den Ausbau der Anschlussstelle Zeppelinheim für das zukünftige Terminal 3 zu protestieren.

Das Gelände befinde sich im Besitz der Fraport AG. Die Polizei müsse tätig werden, damit die Fraport AG ihr Gelände im Treburer Wald betreten und nutzen könne. Aufgrund polizeilicher Erfahrungen aus der Vergangenheit, bei denen es bei ähnlichen Anlässen auch zur Begehung von Straftaten gekommen sei, sei es erforderlich, das Gelände gegen den unbefugten Zutritt zu schützen, so die Polizei.

Frankfurt Terminal 3 Autobahnzubringer

Ein eigener Autobahnzubringer soll künftig das Frankfurter Terminal 3 erschließen. Foto und Copyright: Fraport  

 

Mit dem Terminal 3 für 14 Millionen Reisende im Jahr will der Frankfurter Flughafen seine Abfertigungskapazität schrittweise erweitern. Dabei wird zunächst ein Bereich für Niedrigpreis-Fluggesellschaften und dann ein Bereich für internationale Linienairlines mit insgesamt 24 Gate-Positionen und 100 Schaltern errichtet. Die zugehörigen Vorfeldflächen auf dem Gelände der früheren Rhein-Main-Air-Base waren bereits auf den Terminalausbau vorbereitet worden. Ein automatisches Personentransportsystem stellt künftig die Verbindung zum heutigen Flughafen her. Die Bahnen werden jeweils acht Minuten unterwegs sein.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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