31.03.2017
FLUG REVUE

Flughafen FrankfurtSteilere Anflüge sollen Fluglärm verringern

Satellitengestützte Präzisionsanflüge sollen auch auf der Süd- und Centerbahn des Flughafens Frankfurt steilere Anflüge ermöglichen. Am 30. März landeten die ersten Flüge auf diese Weise.

Flughafen_Frankfurt_Startbahn_Luftbild_Fraport

Der größte deutsche Flughafen und der Ort mit den meisten Arbeitsplätzen im Land ist der Rhein-Main-Flughafen in Frankfurt. Foto und Copyright: Fraport.  

 

Satellitengestützte Präzisionsanflüge sollen auch auf der Süd- und Centerbahn des Flughafens Frankfurt steilere Anflüge ermöglichen. Am 30. März landeten die ersten Flüge auf diese Weise.

2014 wurde am Flughafen Frankfurt das „Ground Based Argumentation System (GBAS)“ eingeführt. Zum Einsatz kommen hierbei Satelitennavigation und eine zusätzliche Bodenstation. Dies ermöglichte schon bisher Anflüge mit einem von drei auf 3,2 Grad angehobenem Gleitwinkel auf der Landebahn Nordwest. Mit der Landung eines Airbus A319 und einer Boeing 747-8 auf den beiden anderen Landebahnen am Donnerstag wurde diese Technik nun auch hier eingeführt.

Die Anhebung des Gleitwinkels im Endanflug kann nach Angaben des Frankfurter Flughafens deutlich zur Reduzierung der Lärmintensität beitragen. Die auf der Landebahn Nordwest gesammelten Erfahrungen hätten diese Einschätzung bestätigt. Profitieren sollen die Gemeinden Raunheim, Rüsselsheim, Bischofsheim und Mainz-Süd, aber auch Offenbach und Neu-Isenburg.

Die Projektpartner Deutsche Flugsicherung, Fraport und Lufthansa sehen den Flughafen Frankfurt laut gemeinsamer Pressemitteilung in einer „internationalen Vorreiterrolle in der Umsetzung von Maßnahmen des aktiven Lärmschutzes“. Viele Bewohner in der Region sehen das anders: Auf jede der 463.000 Flugbewegungen im Jahr 2016 gingen im Schnitt 12 Beschwerden ein, jeden Montag demonstriert eine Bürgerinitiative im Flughafenterminal, am 27. März das 208. mal in Folge.



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