06.02.2014
FLUG REVUE

Verbotene Gegenstände im HandgepäckWas so alles mit an Bord soll

Schusswaffen, Wurfsterne, Dekorationsgranaten: Die Fluggepäckkontrolleure an den US-amerikanischen Flughäfen haben im vergangenen Jahr wieder Unmengen an kuriosen Mitbringseln aus dem Handgepäck gefischt.

TSA verbotene Gegenstände Handgepäck

Es gibt offensichtlich nichts, was nicht im Handgepäck mit an Bord eines Flugzeugs gebracht werden soll: Fundstücke an US-amerikanischen Flughäfen. © Foto und Copyright: TSA  

 

Wer sich an die unangenehme Situation erinnert, als das Sicherheitspersonal am Flughafen mit triumphierender Geste die winzig kleine Nagelfeile aus dem Handgepäck gezogen hat, kann sich über die Unbedarftheit (oder Ignoranz) zahlloser Passagiere auf den US-Flughäfen nur wundern. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde TSA hat jetzt Bilanz gezogen für das Jahr 2013 und einige der kuriosesten und gefährlichsten Dinge aufgelistet, die im Handgepäck gefunden worden sind.

So wurden an US-Flughäfen zum Beispiel 1813 Feuerwaffen gefunden, 1477 davon waren geladen. Angeführt wird die Liste der Waffenfunde vom Atlanta International Airport, auf dem 111 Waffen konfisziert wurden. Auf Platz zwei liegt Dallas/Fort Worth mit 96 Schusswaffen. Mit etwas Abstand folgen George Bush Intercontinental Airport in Houston (68), Pheonix Sky Harbor International Airport (66) und Denver International Airport (51).

Der eine oder andere Passagier glaubte gar, mit der Waffe am Körper durch die Sicherheitskontrolle zu kommen. In Salt Lake City zum Beispiel fiel ein Passagier beim Körperscanning auf. Beim Abtasten fanden die Sicherheitsleute eine Pistole Kaliber .22 in seinem Stiefel. Eine Pistole Kaliber .45 und vier Magazine wurden in einem Kassettenspieler entdeckt.

Natürlich wurden an den Flughäfen auch Unmengen von Messern in unterschiedlichster Form aufgespürt, mitunter verborgen im „unteren Bereich des Rückens“, wie es die TSA nennt. Auch Wurfsterne sind nicht selten. In Chicago Midway machte ein Passagier sogar durch einen massiven Morgenstern auf sich aufmerksam. Und in Chicago O´Hare wollte jemand mit einer Bazooka aus dem Zweiten Weltkrieg abfliegen. Diese war allerdings nicht mehr funktionsfähig.

Nicht mehr funktionsfähige oder Dekorationswaffen stellen ein Problem für das Sicherheitspersonal dar, weil sie vielfach nicht oder schwer von echten Waffen zu unterscheiden sind. Derartige Fundsachen können, betont die TSA, das volle Programm bis hin zur Evakuierung des Terminals nach sich ziehen.
Für Aufsehen sorgte in Indianapolis eine täuschend echt aussehende Selbstmordanschlagweste, die, wie sich herausstellte, einem Sprengstoffausbilder gehörte.

Zuweilen sorgen auch eigentlich harmlose Gegenstände für den Einsatz des Sichherheitspersonals. In Atlantic City schlugen Flammen aus einem Handgepäckstück, begleitet von Qualm. Die Ursache: Ausgetretenes Haarspray hatte sich beim Verladen der Tasche auf das Gepäckband entzündet.



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