23.10.2018
FLUG REVUE

Angebliche Pläne für Sommer 2019Zieht Ryanair aus Hahn ab?

Der Hunsrück-Flughafen Hahn bangt um seinen wichtigsten Kunden Ryanair. Laut Medienberichten erwägt die Ryanair-Führungsetage für Sommer 2019 den kompletten Abzug.

Air China Cargo Streckeneröffnung Frankfurt Hahn

Ohne Ryanair bliebe dem Flughafen Hahn vor allem die Luftfracht als Geschäftsfeld. Foto und Copyright: Flughafen Hahn  

 

Die erstmals von der "Allgemeinen Zeitung" aus Mainz gemeldeten Ryanair-Pläne, sollen zum Sommerflugplan 2019, also ab April, den völligen Rückzug der irischen Niedrigpreisairline aus Hahn vorsehen. Ryanair hat den Bericht bisher nicht bestätigt. Ihre Planungen zum Sommerflugplan liefen noch. Auch der Flughafen Hahn erklärte, derartige Pläne seien ihm nicht bekannt.

Die noch immer hochprofitable Ryanair kämpft derzeit mit einem Gewinnrückgang und Kursverlusten, einem gestiegenen Ölpreis und auslaufenden Hedging-Verträgen, Arbeitskampfmaßnahmen mit den Gewerkschaften, dem bevorstehenden Brexit und einer Verlagerung ihres Geschäfts zu größeren Flughäfen. Ryanair hatte bereits ihre Präsenz in Weeze am Niederrhein und in Bremen empfindlich verringert. Dagegen war das Geschäft am Rhein-Main-Flughafen deutlich ausgebaut worden. Für den Flughafen Hahn würde der Ryanair-Wegzug den Verlust des wichtigsten Airline-Kunden bedeuten.

Der Flughafen Hahn, eine frühere US Airbase und bislang ein Beispiel für ein erfolgreiches Konversionsprojekt, war 2017 mehrheitlich an die chinesische HNA-Gruppe verkauft worden, als das Land Rheinland-Pfalz ausstieg. Das Land Hessen hält noch mit 17,5 Prozent seinen Anteil. Hahn war einst als strategische Wachstumsreserve für den Frankfurter Flughafen als Frachtdrehkreuz "Frankfurt Hahn"  ausgebaut worden und hatte dann mit Ryanair auch im Passagiergeschäft Fuß gefasst. Nachdem Frankfurt grünes Licht für sein eigenes Wachstum erhalten hatte, mit Landebahn Nordwest und Terminal 3, konzentrierten sich die Hessen strategisch aber wieder auf ihr eigenes Drehkreuz.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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