08.02.2013
FLUG REVUE

A350-Triebwerk Trent XWB erhält EASA-ZulassungA350-Triebwerk erhält EASA-Zulassung

Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat am Donnerstag in Köln die Musterzulassung für das Triebwerk Trent XWB an Rolls-Royce erteilt. Mit dessen jetzt zugelassener Version werden die ersten beiden Varianten des Airbus A350 XWB angetrieben, die A350-800 und die A350-900.

Eine Triebwerksversion für die größte Version A350-1000 werde derzeit noch entwickelt, teilte Airbus am Donnerstag mit. Laut Eric Schulz, President – Civil Large Engines, Rolls-Royce, zeigten Testergebnisse, dass das neue Triebwerk "das weltweit effizienteste, große, zivile Flugzeugtriebwerk" sei. Man bereite nun den Erstflug im weiteren Jahresverlauf vor.

Der A350-Programmvorstand bei Airbus, Didier Evrard, sagte, die A350 XWB erreiche dank ihrer neuen Triebwerke, ihrer besseren Aerodynamik und neuer Werkstoffe eine sprunghafte Verbesserung der Kraftstoffeffizienz um 25 Prozent. Die EASA-Triebwerkszulassung sei der letzte große Meilenstein vor dem Erstflug der ersten A350 XWB "MSN001". Die für den Erstflug vorgesehenen Triebwerke würden derzeit auf ihren Anbau am Flugzeug vorbereitet.

Erst vor einer Woche war der A380-Prototyp mit einem versuchsweise an der linken, inneren Flügelposition installierten Trent XWB-Triebwerk zu Kältetests in Kanada. Laut Airbus deuteten alle Testergebnisse darauf hin, dass man die extremen Leistungserwartungen an das Triebwerk erfüllen könne.

Für die XWB-Zulassung hatte Rolls-Royce elf Triebwerke 3100 Teststunden lang im Einsatz. Dabei fanden unter anderem Hitzetests in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Höhen- und Seitenwindtests in den USA, Ausdauertests in Spanien und Leistungsmessungen in Großbritannien statt.

Unterdessen berichten französische Medien, der Erstflug der A350 MSN001 gerate zeitlich unter Druck und werde wohl nicht mehr vor der Luftfahrtmesse in Paris im Sommer stattfinden. Außerdem verzögerten sich Rumpflieferungen für die A350 XWB von Spirit Aerosystems in den USA. Airbus-Chef Fabrice Brégier hatte bereits öffentlich erklärt, er werde die Testmannschaft nicht unter Druck setzen. Man fliege erst, wenn das Flugzeug bereit sei.

Die A350 XWB hat bereits 617 feste Aufträge von 35 Kunden gewonnen. Die ersten Kundenauslieferungen sind für das Jahr 2014 geplant.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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