17.01.2012
aero.de

A350 XWB wirft Schatten auf Rekordjahr bei Airbus

Das neue Airbus-Langstreckenprogramm A350 XWB schließt das Jahr 2011 mit einer negativen Auftragsbilanz ab. Zehn Neubestellungen stehen 41 Stornierungen gegenüber, wie der am Dienstag veröffentlichten Absatztabelle der wichtigsten EADS-Tochter für das Jahr 2011 zu entnehmen ist.

Airbus A350-1000 XWB Etihad Airways Artist Impression

Etihad aus Abu Dhabi gehört zu den Kunden des neuen Airbus-Langstreckenmusters. Foto und Copyright: © Airbus  

 

Neue Aufträge für das A350-Flugzeugprogramm kamen 2011 von ALAFCO für sechs Flugzeuge und von Thai Airways für vier Flugzeuge. Beide Unternehmen bestellten die Grundversion A350-900. Im Dezember reduzierte Etihad Airways ihren Auftrag über bislang 25 A350-1000 auf 19 Maschinen.
Airbus hatte im Juni Modifikationen am Konzept der größten Ausbaustufe der A350 XWB beschlossen. Die A350-1000 soll stärkere Rolls-Royce Trent XWB-Antriebe mit 97.000 lbs Leistung erhalten und ein höheres Startgewicht von 308 Tonnen aufweisen. Mit 350 Passagieren soll die A350-1000 so eine um 750 Kilometer größere Reichweite von 15.550 Kilometern erzielen. Allerdings wird das Flugzeug durch zusätzlichen Entwicklungsaufwand jetzt erst Mitte 2017 verfügbar sein - zwei Jahre später als zuvor geplant.
Dem Vernehmen nach zeigten sich Kunden der A350-1000 aber auch mit den beschlossenen Änderungen noch nicht zufrieden und fordern von Airbus weitere Optimierungen am Konzept.
Im November hatte Airbus eingeräumt, dass sich der Auslieferungsbeginn für die Grundversion A350-900 von Ende 2013 auf Mitte 2014 verzögern wird. EADS hatte deswegen im dritten Geschäftsquartal 2011 eine Sonderbelastung in Höhe von 200 Millionen Euro auf das Programm gebucht. "Ein reifes Produkt ist wichtiger, als den Zeitplan einzuhalten", rechtfertigte EADS-Finanzvorstand Hans-Peter Ring die Verzögerung.
Gegenwärtig liegen Airbus 555 Festbestellungen für die A350 XWB vor. Hiervon entfallen 118 auf die A350-800, 386 auf die A350-900 und 69 auf die A350-1000.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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