22.11.2012
FLUG REVUE

A380-Flügel: Umbau in Dresden?

Die EADS Elbe-Flugzeugwerke (EFW) in Dresden sind im Rennen um einen Reparaturauftrag für die Haarrisse im Airbus A380. Das Unternehmen wollte diese Meldung gegenüber der FLUG REVUE jedoch noch nicht bestätigen.

Laut einer Meldung der "Dresdner Neuesten Nachrichten" konkurriert das sächsische Werk derzeit mit etwa 20 anderen Standorten um den Reparaturauftrag für die Flügel bereits ausgelieferter Airbus A380.

An der Rippenstruktur der bisher ausgelieferten Kundenflugzeuge hatten sich vorzeitig Haarrisse gebildet, die im Rahmen eines größeren Reparaturprogramms beseitigt werden müssen. Airbus ändert ab 2013 das Design der Rippen grundsätzlich, um künftige Schadensfälle an neu gebauten Flugzeugen ausschließen zu können. Dabei soll angeblich zu Gunsten von Aluminiumrippen auf die bisher ebenfalls verwendeten Kohlefaserrippen weitgehend verzichtet werden.

Nach Informationen der FLUG REVUE sollen ab Frühjahr 2013 mindestens neun Airbus A380 in Dresden repariert, beziehungsweise umgerüstet werden. Dazu soll angeblich bereits die Dresdener Werkhalle 285, direkt am Flughafen, umgebaut werden.

Ein Sprecher der zu EADS gehörenden Elbe-Flugzeugwerke lehnte gegenüber der FLUG REVUE jeden Kommentar ab. Bisher werde "nichts" umgebaut. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Andreas Sperl, hatte gegenüber den Dresdner Neuesten Nachrichten erklärt, die Gespräche liefen noch und es sei noch nichts entschieden.

Bei EFW in Dresden werden bereits Frachtraumverkleidungen und Fußbodenplatten für die A380 entwickelt, konstruiert und produziert. Außerdem befindet sich in Dresden ein kompletter A380-Testrumpf, der rund um die Uhr Ermüdungstests absolviert. EADS EFW rüstet in Dresden außerdem gebrauchte Airbus-Passagierflugzeuge in Frachter um.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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