16.12.2016
FLUG REVUE

Längstes Mitglied der neo-FamilieAirbus A321neo erhält Zulassung

Die EASA hat am Donnerstag die amtliche Zulassung für die neue Generation der A321 erteilt. Damit ist die A321neo zum kommerziellen Einsatz zugelassen.

A321neo Pratt Nr. 1 Erstflug März 2016

Die A321neo mit dem Pure Power-Triebwerk wurde jetzt durch EASA und FAA zugelassen. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die EASA gab die Erteilung der Zulassung am Donnerstag bekannt. Demnach ist die A321neo, technische Bezeichung A321-271N, zunächst in der Version mit dem Pure Power PW1100G-JM-Triebwerk von Pratt & Whitney zugelassen worden. Auch die amerikanische Behörde FAA erteilte ihre Zulassung. Airbus erwartet die Zulassung der alternativ angebotenen A321neo-Antriebsoption mit dem Triebwerk LEAP-1A von CFM International in den kommenden Monaten.

Beide Behörden arbeiten bei den Zulassungsverfahren eng zusammen. Die EASA-Musterzulassung wurde vom EASA-Manager der Section Large Transport Aeroplanes, David Sola, in Hamburg an den Airbus-Ingenieurvorstand Charles Champion überreicht.

Laut EASA habe die A321neo in einem rigorosen Zulassungsprogramm für Zelle und Systeme erfolgreich ihre hohen Sicherheitsstandards weit über den geforderten Werten nachgewiesen. Damit seien Auslieferungen und Liniendienst nun möglich. Bis 2018 werde die Familie um weitere Mitglieder wachsen. Airbus hat bereits eine neue Langstreckenversion mit 7400 Kilometern Reichweite angekündigt, die ab 2019 erscheint.

Für Airbus ist die A321neo für bis zu 240 Passagiere mittlerweile das wichtigste neo-Familienmitglied. Der längste Zweistrahler profitiert besonders stark von den neuen, sparsameren Triebwerken und hat bei Boeing kein direktes Konkurrenzmuster, da die 737 bisher nicht auf gleiche Länge gestreckt werden kann. Unter den neuen neo-Bestellungen hat die nach aktuellem Listenpreis 125,7 Mio. Dollar teure A321neo bereits einen Anteil von der guten Hälfte aller neo-Orders erobert, Tendenz steigend.
Angeblich prüft Qatar Airways derzeit, ihren gesamten, bestehenden A320neo-Auftrag in größere A321neo umzuschreiben.



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