30.01.2013
FLUG REVUE

Frankfurt: Airbus A330 landet ohne GeschwindigkeitsanzeigenAirbus A330 landet ohne Geschwindigkeitsanzeigen in Frankfurt

Ein Airbus A330 ist nach einem ungewöhnlichen, kompletten Ausfall der Geschwindigkeitsanzeigen auf dem Frankfurter Flughafen gelandet. Bei dem Zwischenfall am 21. Januar, der jetzt behördlich untersucht wird, wurden keine Personen verletzt.

Laut der französischen Unfalluntersuchungsbehörde BEA handelte es sich um den Airbus A330-200, A6-EYF von Etihad Airways. Im Endanflug seien sämtliche Geschwindigkeitsanzeigen ausgefallen. Die deutsche Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung befasse sich mit dem Zwischenfall.

Laut der Webseite "Aviation Herald" handelte es sich um Flug EY-1A aus Doha, der wegen schlechten Wetters zunächst in München zwischengelandet war. Das Flugzeug habe im Endanflug das rechte, linke und sein Reservesystem zur Anzeige der Geschwindigkeit verloren. Die Besatzung habe dennoch ohne Probleme auf der Landebahn 25L landen können. 

Die Geschwindigkeit wird anhand des Luftdrucks mittels sogenannter Staurohre, in denen der Fahrtwind auf eine flexible Membrane drückt, gemessen. Diese Sonden, es gibt sie mehrfach und sie arbeiten unabhängig voneinander, sind elektrisch beheizt, um eine Vereisung zu verhindern. Bei einem völligen Ausfall der Anzeigen kann die Besatzung ihre Geschwindigkeit aber auch alternativ mittels des Anstellwinkels und der Schubleistung grob einschätzen. Dazu können die Piloten sich eine sogenannte "Backup Speed Scale" (BUSS) auf das primäre Flugdisplay legen, die ihnen mit roten und grünen Zonen einen sicheren Geschwindigkeitsbereich anzeigt.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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