18.06.2018
FLUG REVUE

Weltreise als finaler ZuverlässigkeitstestAirbus A330neo beginnt Route Proving

Mit der abschließenden Streckenflugerprobung der ersten Kunden-A330neo nähert sich die neue A330-Generation ihrer Indienststellung. Erstbetreiber wird TAP aus Portugal.

Airbus A330neo TAP

Die erste A330neo in den Farben von TAP absolviert derzeit die Streckenflugerprobung, bevor sie im Sommer ausgeliefert wird. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die erste A330neo werde als abschließenden Test vor ihrer Zulassung die europäischen Airbus-Standorte überfliegen und 15 große Drehkreuzflughäfen in aller Welt besuchen, teilte Airbus mit. Dabei werde die Einsatzbereitschaft vor Aufnahme des regulären Airline-Flugbetriebs bestätigt. Insgesamt sind 150 Flugstunden vorgesehen. Die Stippvisiten auf fünf Kontinenten sind auf drei Flugtouren verteilt, bei denen auch Ausweichflughäfen angesteuert werden. Zum Einsatz kommt die erste A330-900 in den Farben von TAP Air Portugal. Sie fliegt seit dem 15. Mai und soll im Sommer ausgeliefert werden. Das Flugzeug wurde bereits für Tests der Kabinensysteme und der Druckkabine genutzt. Das Route Proving soll in der Musterzulassung gipfeln, nach der die Auslieferung erfolgen darf. Airbus hat für das Erprobungs- und Zulassungsprogramm der A330-900 zwei Testflugzeuge und das TAP-Kundenflugzeug genutzt. Letzeres wird beim Überflug der Airbus-Standorte die 1000-Flugstunden-Marke erreichen.

 Die 2014 gelaunchte A330neo besteht aus der kürzeren Version A330-800 und der längeren A330-900. Beide Varianten weisen 99 Prozent Gleichteile auf. Dank neuester Trent-7000-Triebwerke von Rolls Royce soll die A330neo gegenüber Vorgängergenerationen rund 25 Prozent weniger Treibstoff pro Sitz verbrauchen. Außerdem wurde die Spannweite des mit Sharklets ausgestatteten Flügels verlängert. In der Kabine baut Airbus das neueste "Airspace"-Design ein. Andererseits basiert die A330neo auf der klassischen, weit verbreiteten und bewährten A330 und kommt mit weniger teurer High-Tech als die neuesten CFK-Wunderwerke aus. Dadurch ist sie billiger als die neuesten Konkurrenzmuster. Airbus will mit der A330neo die Boeing 787 "von unten" in die Zange nehmen, während die A350 den US-Konkurrenten "von oben" attackieren soll.

Die A330-900 kostet laut Listenpreis 296,4 Millionen Dollar, die kürzere A330-800 gibt es bereits ab 259,9 Millionen Dollar. Airbus hat bisher 214 Flugzeuge an 13 Kunden verkauft. TAP erhält alleine zehn Flugzeuge.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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