16.11.2014
Erschienen in: 06/ 2012 FLUG REVUE

PrototypEndmontage des ersten A350 XWB

Mit optimierten Fertigungsabläufen entstand der erste Airbus A350 XWB. Die FLUG REVUE war mehrfach in Toulouse zu Gast. Der mit Hilfe neuester Computertechnik konstruierte Jet hob im Sommer 2013 ab.

Die erste A350 wächst zusammen. Am 5. April 2012 begann in Toulouse die Endmontage von MSN5000, einer Testzelle für die statischen Belastungsversuche. Sie durchläuft als erste A350 die neue Airbus-Endmontagelinie mit neuen Abläufen. Dabei wurden in der Rumpfmontagestation 50 zunächst die 19,7 Meter lange, mittlere Rumpfsektion und die, einen Tag zuvor per Beluga aus St. Nazaire angelieferte, 21 Meter lange vordere Rumpfsektion verbunden. Die Montage der Hecksektion aus Hamburg erfolgt als Nächstes. Die Monumente, also die klobigsten Kabineneinbauten wie containerisierte Küchen und Toilettenbereiche, werden schon direkt nach der Anlieferung in Toulouse installiert. Nur jetzt kommt man noch bequem in die offenen Rumpfbereiche und muss die Einbauten nicht erst aufwändig zerlegen.

Anders als bei der A330, deren Zusammenbau stets mit der Verbindung von Flügeln und mittlerer Rumpfsektion beginnt, wird bei der A350 zuerst die dreiteilige Rumpfröhre komplettiert. Erst danach werden in der Nachbarhalle bei Station 40 auch die, für eine Reisegeschwindigkeit von Mach 0.85 optimierten, Flügel aus Broughton und das Leitwerk montiert. Wegen der neuen Reihenfolge kann man den aufwändigen Kabinenausbau eher beginnen und abschließen, und man spart etwa 30 Prozent der Endmontagezeit. Bis zu zehn Flugzeuge pro Monat sollen einmal auf diese Weise montiert werden. Für die neue Familie liegen bereits 555 Bestellungen vor.


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