20.01.2014
aero.de

FlugzeugbauAirbus arbeitet an ETOPS 420 für A350

Airbus möchte für seine neuen Langstreckenjet A350 eine auf 420 Minuten ausgedehnte ETOPS-Regel durchsetzen. Der Hersteller habe Kunden des Flugzeugs über entsprechende Absichten informiert und bei den Zulassungsstellen vorgefühlt, schreibt das "Wall Street Journal".

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Der Airbus A350 XWB ist der Nachfolger von Airbus A330 und A340 und soll zugleich die größere Boeing 777 attackieren. Foto und Copyright: Airbus  

 

Mit einer ETOPS 420-Zulassung wären der A350 Routen möglich, auf denen der nächste mit einem Triebwerk erreichbare Ausweichflughafen bis zu sieben Flugstunden entfernt liegen darf. Airlines könnten das Flugzeug dann auf Strecken einsetzen, die für Zweistrahler bislang tabu waren, und direktere Routen planen.

Für eine auf 420 ETOPS-Minuten ausgedehnte Betriebszulassung müsste Airbus vor allem EASA und FAA von höchster Zuverlässigkeit der A350-Systeme überzeugen. Die aktuelle A330-Serie ist bis ETOPS 240 zugelassen.

Boeing konnte die ETOPS-Regel für die 777 im Jahr 2011 mit Genehmigung der FAA auf 330 Minuten dehnen. Für die 787 gilt nach den Batteriebränden im letzten Jahr weiterhin eine die Einsatzmöglichkeiten einschränkende ETOPS 180-Regel.

Airbus liegen für die A350 812 Festbestellungen von 39 Kunden vor.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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