30.10.2015
FLUG REVUE

Produktionshochlauf auf 60 Flugzeuge pro MonatAirbus baut weitere A320-Endmontagelinie in Hamburg

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus wird die Produktion seiner Standardrumpffamilie auf den Rekordwert von 60 Flugzeugen im Monat erhöhen und dazu in Hamburg eine zusätzliche Endmontagelinie einrichten.

Airbus Endmontage A320 Hamburg

Endmontagelinien der A320-Familie in Hamburg. Foto und Copyright: Airbus  

 

Wegen der anhaltend hohen Nachfrage nach Flugzeugen der A320-Familie erhöht Airbus deren monatliche Produktion bis Mitte 2019 auf 60 Flugzeuge pro Monat. Dies gab der Flugzeughersteller am Freitag bekannt. Damit erhält Hamburg eine zusätzliche Endmontage-Taktstraße für den Verkaufsschlager. Im Gegenzug sollen künftig die in Toulouse endmontierten A320 zur Kabinenausstattung nicht mehr nach Hamburg fliegen, sondern gleich in Toulouse ihre Inneneinrichtung erhalten. Damit sind dann alle A320-Endmontagelinien einheitlich aufgebaut. Hamburg ist Programmsitz der A320 und zentraler Rumpfmontagestandort und beliefert alle anderen Endmontagestandorte, darunter in Mobile, USA, und Tianjin, China, mit vorgefertigten und funktionsgeprüften Sektionen.

"Die steigende Nachfrage und der eindrucksvolle Auftragsbestand für die A320ceo und A320neo haben uns zu dieser Entscheidung gebracht", sagte Didier Evrard, Executive Vice President Programmes bei Airbus. “Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die geeigneten Teams und die richtigen Lösungen haben, um die höchste zivile Fertigungsrate aller Zeiten erreichen zu können."

Airbus hat bisher über 12200 Flugzeuge seiner Standardrumpffamilie verkauft und davon gut 6700 an 300 Betreiber ausgeliefert. 4300 feste Bestellungen entfallen auf die kommende A320neo mit neuen Triebwerken. Anteilig gewinnt das größte Familienmitglied A321 immer mehr Gewicht. Diese größte Version kann bis zu 240 Passagiere befördern und übertrifft damit die konkurrierende Boeing 737-900ER mit bis zu 204 Passagieren deutlich. Das erste Flugzeug der Generation A320neo soll, trotz kleinerer Verzögerungen im Testprogramm, weiterhin vor Jahresende ausgeliefert werden.

Airbus hatte erwogen, die Fertigung sogar auf 63 Flugzeuge im Monat zu erhöhen, war dabei aber auf Widerstand der Zulieferer gestoßen. So hatten die Triebwerkshersteller General Electric und Safran im Juni erklärt, ihre eigenen Zulieferer könnten dieser extremen Steigerung der Rate nicht so schnell folgen. Bislang hatte Airbus mit 50 Flugzeugen im Monat geplant.



Weitere interessante Inhalte
Hilfe für Schüler bei der Berufsfindung Airbus-Stiftung beginnt "Flying Challenge"-Betreuungsprogramm

22.02.2018 - Im Rahmen des halbjährigen Betreuungsprogramms "Flying Challenge" unterstützen Airbus-Mitarbeiter erstmals Schüler aus Hamburg mit maßgeschneiderter Hilfe bei der Berufswahl und informieren über einen … weiter

Getriebfan von Pratt & Whitney Überarbeitete Dichtung für A320neo-Triebwerk

21.02.2018 - Der US-Triebwerkshersteller Pratt & Whitney präsentiert eine Lösung für das jüngste Problem mit dem PW1100G-JM. … weiter

Deutscher Triebwerkshersteller MTU Aero Engines wächst weiter

21.02.2018 - Trotz der Probleme mit dem A320neo-Getriebefan hat der Triebwerkshersteller aus München auch 2017 Rekordzahlen erwirtschaftet. Einer der wesentlichen Umsatztreiber ist die Instandhaltung. … weiter

Geschäftsjahr 2017 Airbus verdreifacht Gewinn

15.02.2018 - Trotz Problemen bei A320neo und A400M ist der Umsatz des europäischen Flugzeugherstellers Airbus stabil geblieben. Der Nettogewinn stieg auf knapp 2,9 Milliarden Euro. … weiter

Update: Airbus A320neo Neuer Ärger mit PW1100G-JM-Triebwerken

12.02.2018 - Die EASA hat am Freitag Flugbeschränkungen für A320neos angeordnet, bei denen neu gebaute PW1100G-JM-Triebwerke von Pratt & Whitney eingebaut sind. … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert