22.09.2016
FLUG REVUE

Familienkonzept wurde zum ErfolgsgeheimnisAirbus begeht 25-jähriges Betriebsjubiläum seiner Flugzeugfamilie

Vor rund 25 Jahren führte Airbus mit der A320-Familie ein Familienkonzept ein, das mit der A330/A340, A380 und A350 fortgeschrieben wurde. Alle Flugzeuge werden nach der gleichen Bedienungsphilosophie gesteuert, was die Umschulung der Piloten enorm verkürzt.

Airbus Family Flight

Airbus A320, A330, A350 und A380 versammelten sich zum Familienfoto über den Pyrenäen. Foto und Copyright: Airbus  

 

Die Ähnlichkeit der hauseigenen Flugzeuge mit elektronischer Flugsteuerung vereinfache den Flotteneinsatz, erhöhe die Effizienz, sorge für mehr Produktivität und verbessere die Inübunghaltung und Zufriedenheit der Piloten, wirbt Airbus.

Die A320 war Ende der achtziger Jahre das erste Verkehrsflugzeug mit dieser neuen "Fly by Wire"-Bedienungsphilosophie (FBW). Dabei erfolgt die Steuerung elektronisch über Sidesticks und Ruderpedale, wobei alle menschlichen Steuereingaben durch einen Computer gefiltert werden, bevor sie in Ruderimpulse umgesetzt werden. Dadurch lassen sich die Ruderausschläge optimieren und "glätten". So führt ein Airbus zum Beispiel eine Kurve sauber in immer der gleichen Höhe mit immer der gleichen Schräglage aus. Ein rein mechanisch gesteuertes Flugzeug gerät dagegen langsam in eine immer steilere Schrägläge, die mit manuellen Rudereingaben korrigiert werden muss. Auch die minimale und maximale Geschwindigkeit überwacht der Computer automatisch und gibt notfalls "Gas", um zu beschleunigen, beziehungsweise nimmt die Nase hoch, um Fahrt abzubauen.

Nach der A320-Familie nutzt auch die A330-/A340-Familie nahzu identische Cockpits. Airbus baute danach auch in die A380 und die neue A350 sehr ähnliche Cockpits ein. In der A320-Familie, inklusive der A320neo, dürfen Piloten alle Familienmitglieder mit der gleichen Typenzulassung fliegen und frei zwischen den Familienmitgliedern wechseln. Auch die größere A330, A330F und A330neo dürfen mit nur kurzer Zusatzeinweisung gesteuert werden. Die A350 hat zwar eine andere Typenzulassung, fliegt aber derartig ähnlich, dass A330-Piloten ohne den Besuch eines Full-Flight-Simulators nur am PC und Boden-Cockpittrainer auf das modernste Muster eingewiesen werden können. Außerdem können A320-Piloten in nur fünf Full-Flight-Simulator-Sitzungen auf das vierstrahlige Flaggschiff A380 umgeschult werden.



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