20.07.2016
FLUG REVUE

Airbus-Spezialtransporter entsteht modular"Flickenteppich" Beluga XL

Airbus hat die konstruktive Auslegung des neuen Spezialtransporters Beluga XL als "Flickenteppich" bezeichnet. Der Bug stammt vom A330-200-Frachter, das Heck von der A330-300. Darauf thront ein übergroßer Rumpfaufbau für Spezialfracht.

Airbus Beluga XL Konstruktionsplan mit Ladegut A350

Der Airbus Beluga XL soll im voluminösen Frachtraum Rumpfsektionen und Flügelpaare der A350 transportieren. Foto und Copyright: Airbus  

 

Das 2014 gestartete Programm für den Spezialtransporter Airbus Beluga XL sei ein "Flickwerk", sagte Olivier Delmas, Chefkonstrukteur des Spezialtransporters. Man verwende die vorderen Sektionen der A330-200F und kombiniere sie mit den Hecksektionen der A330-300. Schließlich komme ein blasenartig erweiterter Rumpfaufbau hinzu, der den Rumpfdurchmesser von 5,6 Metern bei der regulären A330 auf 8,8 Meter bei der Beluga XL bringe. Zudem wird der Cockpitbereich abgesenkt, damit im Hauptdeck Platz für ein Bugtor entsteht.

Delmas sagte, den modularen Ansatz habe man gewählt, weil kein vorhandenes Flugzeug dem Anforderungsprofil gerecht geworden sei. Der Frachtraum habe für 45 Meter langes Ladegut mit acht Metern Durchmesser und 50 Tonnen Masse ausgelegt werden müssen, damit ein paar A350-Flügel in den Spezialtranspoter passt. Die Volumenvergrößerung um 30 Prozent gegenüber der heutigen Beluga, auf Basis der A300-600R, mache die Beluga XL, auf Basis der A330, wesentlich kosteneffizienter. Zudem werde der Be- und Entladeprozess beschleunigt. 

Airbus baut für den hausinternen Gebrauch nur fünf der Spezialtransporter. Sie bilden das Rückgrat der künftigen A350-Produktion. Um die Kosten der Kleinserie zu senken, werden Teile der Konstruktionsarbeiten des Rumpfaufbaus versuchsweise erstmals mit Hilfe einer intelligenten Software ausgeführt. Ab Mitte 2019 soll das erste Flugzeug in Dienst gestellt werden.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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