15.02.2018
FLUG REVUE

Geschäftsjahr 2017Airbus verdreifacht Gewinn

Trotz Problemen bei A320neo und A400M ist der Umsatz des europäischen Flugzeugherstellers Airbus stabil geblieben. Der Nettogewinn stieg auf knapp 2,9 Milliarden Euro.

Airbus A320neo mit Pratt & Whitney Getriebefan

Airbus hat 2017 181 Flugzeuge der A320neo-Familie ausgeliefert. Doch es gibt anhaltende Probleme mit den Triebwerken. Foto und Copyright: Airbus  

 

„Dank unserer sehr guten operativen Ergebnisse – insbesondere im letzten Quartal – haben wir all unsere Ziele für 2017 übertroffen“, sagte Tom Enders, Chief Executive Officer von Airbus, bei der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag. Der Umsatz lag 2017 bei 66,8 Milliarden Euro (2016: 66,6 Mrd. Euro). Das Konzernergebnis stieg auf 2,873 Milliarden Euro (2016: 995 Millionen Euro).

Trotz der anhaltenden Schwierigkeiten bei den A320neo-Triebwerken habe man 2017 eine Rekordzahl von Flugzeugen ausgeliefert, sagte Enders. Insgesamt 718 Zivilflugzeuge wurden an Kunden übergeben (2016: 668), darunter 558 Flugzeuge der A320-Familie, 78 A350 XWB, 67 A330 und 15 A380. 181 Flugzeuge der A320neo-Familie wurden vergangenes Jahr ausgeliefert (2016: 68). Nach wie vor gibt es Probleme mit den Triebwerken, zuletzt wieder einmal mit den PW1100G-JM-Getriebefans von Pratt & Whitney. "Der A320neo-Hochlauf ist auch weiterhin mit Herausforderungen verbunden und die Triebwerkshersteller sind gefordert, ihre Lieferverpflichtungen einzuhalten", heißt es in der Airbus-Pressemitteilung. Bei Airbus Helicopters sank der Umsatz leicht, 409 Hubschrauber wurden ausgeliefert (2016: 418).

Defence and Space profitierte im vergangenen Jahr unter anderem vom Verkauf der Rüstungselektronik-Sparte, gleichzeitig belasten aber Rückstellungen von knapp 1,3 Milliarden Euro für den Militärtransporter A400M den Gewinn. 19 A400M wurden 2017 ausgeliefert (2016: 17). Erst vor wenigen Tagen hatte Airbus bekanntgegeben, dass die Kundennationen eine Absichtserklärung für Vertragsanpassungen unterzeichnet hätten.

Für 2018 peilt Airbus die Auslieferung von 800 Zivilflugzeugen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll im Vergleich zu 2017 deutlich, um 20 Prozent, zulegen. 2017 stieg es um acht Prozent auf 4,253 Milliarden Euro.



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