28.06.2016
FLUG REVUE

A320-Produktion nach völlig neuen AbläufenAirbus: Vierte Hamburger A320-Endmontage setzt auf Roboter

Airbus hat den Hallenplan der künftigen, vierten A320-Endmontagelinie in Hamburg verabschiedet. Anders als beim bisherigen "Flowline"-Taktstraßenkonzept kommen hier künftig Roboter und automatische Plattformen ins Spiel.

Airbus A320 vierte Endmontagelinie in Hamburg

Die vierte A320-Endmontagelinie in Hamburg findet nach völlig neuen Abläufen und mit neuen Produktionswerkzeugen statt. Auch Roboter helfen künftig beim Flugzeugbau. Foto und Copyright: Airbus  

 

Als wichtigen Meilenstein für die geplante A320-Produktionssteigerung habe Airbus das Hallenlayout für die neue, vierte A320-Endmontagelinie in Hamburg verabschiedet, meldete Airbus am Dienstag.

Die vierte Linie in Hamburg verfüge über sieben Produktionsstationen und neuartige Produktionselemente. Dazu gehören elektrische, mobile Plattformen, auf denen die Rümpfe und Flügel automatisiert durch den Hallentrakt bewegt werden. Sektionen und Flügel werden künftig lasergenau und noch schneller ausgerichtet und die Rumpfsektionen werden automatisiert miteinander verbunden. Zwei Roboter, die sechsachsig verstellbar sind, bohren dabei jeweils 2000 Nietlöcher und installieren die Niete.

Airbus-Pilotprojekt "Manufacturing Execution System"

Die neue Endmontagelinie geht Mitte 2017 in Betrieb und wird ihre Produktion schrittweise hochfahren. Airbus will auch viele Prozesse im Hintergrund verbessern und die Teilebereitstellung mit den anstehenden Arbeitsschritten noch enger verknüpfen. Die hochmoderne Fertigungslinie soll als Pilotprojekt bei Airbus für das konzernweite “Manufacturing Execution System” (MES) dienen, bei denen durch die erweiterte Vernetzung der laufende Stand der Produktion konzernweit gemeldet wird.

Im Gegenzug für die vierte A320-Endmontage in Hamburg, die in einer nicht voll genutzen A380-Halle entsteht, baut Airbus künftig die Inneneinrichtung der in Toulouse endmontierten A320 in Frankreich ein. Bisher reisten diese Flugzeuge für die Inneneinrichtung jeweils nach Hamburg und zurück. Ab Jahresende soll die Inneneinrichtung der Toulouser A320 schrittweise hochlaufend in Toulouse stattfinden.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Flugbetrieb soll weitergehen Small Planet Airlines stellt Insolvenzantrag

19.09.2018 - Die deutsche Charterfluggesellschaft Small Planet Airlines hat beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg einen Antrag auf Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gestellt. … weiter

Europäische Bestseller Top 10: Die meistgebauten Airbus-Flugzeuge

06.09.2018 - Am 28. Oktober 1972 startete der erste Prototyp des Airbus A300 zu seinem Jungfernflug. Bis Ende Juli 2018 produzierte der europäische Flugzeugbauer 11.343 Flugzeuge. Aber welche sind die … weiter

Windkraftnutzung senkt Treibstoffverbrauch Airbus-Frachtfähren erhalten Hilfssegel

05.09.2018 - Das von Airbus-Ingenieuren entwickelte Hilfssegel Sea Wing wird an den Materialfähren des Konzerns installiert, um Treibstoff zu sparen. Der Verbrauch lässt sich um bis zu 20 Prozent senken. … weiter

Eurowings SR Technics übernimmt Triebwerksinstandhaltung

21.08.2018 - Die Lufthansa-Niedrigpreistochter Eurowings lässt einen Teil ihrer CFM56-5B-Antriebe künftig von dem Schweizer Instandhaltungsdienstleister betreuen. … weiter

Geschäftsreisejet Airbus stellt erste ACJ320neo fertig

17.08.2018 - Der erste ACJ320neo ist mit CFM International LEAP-1A-Triebwerken ausgestattet und soll in den kommenden Wochen zum Erstflug starten. … weiter


FLUG REVUE 10/2018

FLUG REVUE
10/2018
10.09.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Extra: Top-Antriebe aus Deutschland
- Finnair: Boom auf Asien-Routen
- Hayabusa2-Mission: DLR hofft auf Erfolg des Asteroiden-Hüpfers
- Gulfstream G500: Hightech-Business-Jet erhält Zulassung
- Atombomber: Rafale ersetzt Mirage 2000N