26.04.2017
FLUG REVUE

Geheime Arbeiten am NASA-ForschungsflughafenBaut Google-Gründer ein neues Riesenluftschiff?

Google-Gründer Sergey Brin soll angeblich ein neues Starrluftschiff bauen. Das neuartige Luftfahrzeug soll durch an Bord mitgeführte Helium-Druckspeichertanks seinen Auftrieb regulieren können.

NASA Forschungszentrum Ames

In einem der Luftschiffhangars (hinten rechts) auf dem NASA-Forschungsflughafen Ames bei San Francisco, soll derzeit ein neues Großluftschiff entstehen. Foto und Copyright: NASA  

 

Verschiedene US-Medien berichteten am Mittwoch unter Bezug auf einen Bericht der Agentur "Bloomberg" von dem angeblichen Vorhaben. Demnach ist in dem riesigen Luftschiffhangar 2 am Ames Research Center der NASA in Mountain View, Kalifornien, bereits ein neuartiges Luftfahrzeug im Bau, das angeblich durch Google-Gründer Sergey Brin finanziert wird. Google und der Mutterkonzern Alphabet nutzen Ames, vor den Toren des Silicon Valley, als Forschungsstandort und haben auch die konzerneigenen Firmenjets auf dem dortigen Forschungsflughafen stationiert.

Projektleiter beim offziell nicht bestätigten Luftschiffvorhaben "LTare" soll Alan Weston sein, der frühere NASA-Programmdirektor in Ames. Das Luftschiff besteht angeblich aus einem Metallgerüst und kann in mitgeführten Drucktanks Helium speichern und so sein Heliumvolumen und den entsprechenden Auftrieb steuern. Je nach Bedarf wird im Tausch Außenluft in Steuerzellen zugeführt oder abgegeben.

Dieses Verfahren würde die Aufnahme und Abgabe von Lasten erleichtern, die ein Frachtluftschiff zu entlegenen Plätzen befördern könnte. Man bräuchte keinen Ballast und keine Bodeninfrastruktur. Angeblich ließe das neue Konzept den Bau von Frachtluftschiffen mit Nutzlasten von bis zu 500 Tonnen zu. Mit einem Großluftschiff dieser Kategorie ließen sich, so die Berichte, die Fracht-Treibstoffkosten eines LKW unterbieten.

Laut Bloomberg habe Brin vor drei Jahren beim Betrachten alter Fotos von Luftschiffen in Mountain View den Bau eines eigenen Luftschiffs beschlossen. Dabei soll insbesondere die USS Macon Vorbild sein, ein 239 Meter langes Starrluftschiff, das Anfang der dreißiger Jahre vom deutsch-amerikanischen Joint Venture Goodyear-Zeppelin Co. als fliegender Flugzeugträger für die US Navy gebaut worden war. Google hatte in einem separaten Vorhaben 2014 unter dem Namen Calcifer bereits Pläne für ein Frachtluftschiff vorgestellt.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Zeppelin Luftschifftechnik Dritter Zeppelin NT für Goodyear fliegt

26.06.2018 - Der dritte Zeppelin NT (Neue Technologie) für den US-Reifenhersteller Goodyear hat in den USA seinen Erstflug erfolgreich absolviert. … weiter

Rundflüge Passagierrekord für Zeppelin NT

27.11.2017 - Mit mehr als 24000 Passagieren war die Anfang November beendete Flugsaison 2017 die bisher erfolgreichste für die Deutsche Zeppelin-Reederei. … weiter

Geschäftsreisejet Airbus stellt erste ACJ320neo fertig

17.08.2018 - Der erste ACJ320neo ist mit CFM International LEAP-1A-Triebwerken ausgestattet und soll in den kommenden Wochen zum Erstflug starten. … weiter

Erster Ausländer ernannt Smith wird neuer Chef von Air France-KLM

17.08.2018 - Der Verwaltungsrat von Air France-KLM hat in seiner Sitzung am Donnerstag beschlossen, Benjamin Smith zum Chief Executive Officer zu ernennen. Der 46jährige war bisher COO von Air Canada. … weiter

Flughafen Frankfurt Flugsteig G soll 2021 fertig sein

17.08.2018 - Fraport hat die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt von Terminal 3 erhalten. Flugsteig G soll vor allem auf Niedrigpreis-Airlines ausgerichtet sein. … weiter


FLUG REVUE 09/2018

FLUG REVUE
09/2018
06.08.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Aktuell: Tempest
- 100 Jahre RAF: Die spektakuläre Jubiläumsschau
- Nahost-Airlines: Das Ende der Luxuswelle?
- Spitzentechnik: Winglets
- AMRAAM-Tests: Eurofighter schießen scharf