04.10.2013
aero.de

Boeing 777XBoeing setzt auf die große Bühne von Dubai

Längst hat sich Boeing auf die Entwicklung der 777X festgelegt. Noch im Oktober dürfte der Vorstand um Jim McNerney das noch ausstehende formelle Go für die nächste Triple Seven beschließen.

777-9X Lufthansa

Die Lufthansa gab am 19. September 2013 den Kauf von 34 Boeing 777-9X bekannt (Foto: Boeing).  

 

Im Regelfall tagt das Boeing Exekutivgremium immer zum Ende eines Monats. Für die offizielle Ankündigung des Programmstarts soll sich Seattle aber die Dubai Airshow vom 17. bis 21. November ausgesucht haben. Wahrscheinlich nicht ganz ohne Grund.

Den Titel des Erstkunden der 777X darf sich Lufthansa ans Revers heften - stattliche 34 777-9X bestellte der größte europäische Airlinekonzern im September für seine Langstreckenflotte. Das wirkliche Volumengeschäft mit dem neuen Twin wird Boeing allerdings in den Boommärkten am Arabischen Golf und in Asien machen.

Großkunde Emirates soll auf der Dubai Airshow mit einem Megaauftrag den würdigen Rahmen für den offiziellen Start der 777X setzen. Bereits vor zwei Jahren bestellte die Airline bei ihrem Heimspiel in Dubai auf einen Schlag 50 777-300ER.

Schon seit 2009 ist Emirates der weltweit größte 777-Betreiber - rund 130 Triple Seven fliegen inzwischen in den Farben der Golfairline, darunter 90 777-300ER.

Emirates Chef Tim Clark lässt keinen Zweifel daran, dass man am Golf auch fest mit der 777X plant. "Alle Betreiber der 777 interessieren sich für die 777X", sagte Clark im Juni.

Emirates wird sich mit hoher Wahrscheinlichkeit wie Lufthansa für die ultralange 777-9X entscheiden. Dieses Flugzeug dürfte mit einer Reichweite von 8.000 nm und einer Bordkapazität von 406 Passagieren auch für Emirates sehr profitabel einsetzbar sein.

Seine kleine Schwester, die 777-8X, wird mit ihren rund 350 Sitzen an Bord etwa in der Liga der aktuellen 777-300ER spielen. Zeitgleich werde das Flugzeug mit etwa 9.500 nm aber eine vergleichbare Reichweite wie die 777-200LR bieten, verriet Boeing Marketingmann Mike Bair im Juni auf der Pariser Luftfahrtmesse.

Für Lufthansa dürfte der große Einsatzradius eher ein Argument gegen die 777-8X gewesen sein - in Frankfurt bezahlt man seit jeher ungern für ungenutzte Reichweite. Emirates könnte mit dem Flugzeug hingegen nonstop 350 Passagiere bis an die Westküste der Vereinigten Staaten fliegen und sollte daher auch einige 777-8X mit in den erwarteten Auftrag nehmen.



Weitere interessante Inhalte
OAG-Report Die zehn pünktlichsten Airlines 2017

20.02.2018 - Mit welcher Fluggesellschaft kommt man pünktlich an? Der britische Luftfahrtdaten-Dienst OAG liefert in seinem Pünktlichkeitsreport Anhaltspunkte. … weiter

Lufhansa-Billigtochter Eurowings baut in Düsseldorf kräftig aus

19.02.2018 - Eurowings stationiert im Sommer rund 40 Flugzeuge in Düsseldorf. Das Flugangebot soll um 30 Prozent aufgestockt werden. … weiter

Test von Lufthansa und Flughafen München Roboter gibt Passagieren Auskunft

15.02.2018 - Ein humanoider Roboter wird von Donnerstag an für einige Wochen am Terminal 2 des Münchner Flughafens eingesetzt, um Fragen von Fluggästen zu beantworten. … weiter

Boeing 747-8I fliegt nach New York Neues Lufthansa-Design im Linieneinsatz

10.02.2018 - Nach seiner Webetour durch Deutschland am Donnerstag ist der erste in den neuen Farben lackierte Jumbe der Lufthansa zu seinem ersten Linienflug gestartet. … weiter

Ohne Gelb am Heck Lufthansa stellt neues Design offiziell vor

07.02.2018 - Bei zwei großen Events an ihren Drehkreuzen Frankfurt und München hat Lufthansa am Mittwoch offiziell ihren neuen Markenauftritt vorgestellt. … weiter


FLUG REVUE 03/2018

FLUG REVUE
03/2018
05.02.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- A380 gerettet
- PC-24 zugelassen
- Wüstenparkplätze für alte Jets
- Navy-Teststaffel "Dust Devils"
- Hubschrauber-Triebwerke
- BER weiter verzögert