21.06.2017
FLUG REVUE

Unbemannte Frachter Boeing-Forscher stellt Zukunftspläne vor

Auf der Pariser Luftfahrtmesse hat Boeing-Produktentwicklungsvorstand Mike Sinnett am Mittwoch einen Ausblick über Zukunftstechnologien und Pläne des US-Herstellers gegeben.

Unbemannter Frachter

Boeing-Zeichnung eines unbemannten Frachters. Foto und Copyright: Boeing.  

 

Sinnett erläuterte, dass sein Team bis zu 30 Jahre voraus blicke, um ergebnisoffen neue Technologien zu untersuchen und zu bewerten. Dazu zählten unbemannte Verkehrsflugzeuge, Hybridantriebe und Hyperschallflugzeuge. Sinnett stellte die Studie für ein zweimotoriges, unbemanntes Frachtflugzeug mit knapp 4000 Nautischen Meilen Reichweite vor und einen hybrid angetriebenen Hochdecker mit extrem gestreckten, abgestrebten Flügeln, der besonders sparsam fliegen soll.

Sinnett erwartet in ein bis zwei Jahren den Beginn von Tests beim automatischen Rollen von Verkehrsflugzeugen am Boden. Später könnten Computer durch automatisches Lernen immer mehr Routineaufgaben von den menschlichen Piloten übernehmen. Ziel sei es nicht, den Menschen im Cockpit abzuschaffen, sondern die oft auf fünf Piloten verstärkten Crews auf Langstrecken auszudünnen, um die Kosten zu senken. Der Pilotenmangel, weltweit werden in den nächsten 20 Jahren 617000 neue Piloten benötigt, sei sonst nicht zu decken.

Auf Nachfrage der FLUG REVUE erläuterte Sinnett, dass Boeing Tests mit dem automatischen Formationsflug von Flugzeugen unternommen habe, um, wie bei Zugvögeln, widerstandsärmer zu fliegen. Die positiven Ergebnisse legten eine Fortsetzung nahe.  Man könne hier im Reiseflug, zunächst bei Militär- und Frachtflugzeugen, den Verbrauch senken. Auch mit dem Thema Hyperschall beschäftige sich Boeing und untersuche Passagierflugzeugkonzepte mit bis zu 70 Sitzen. Jedoch sei das Problem des Landüberflugs mit Überschalltempo  nur zu lösen, wenn man den Überschallknall verringern könne.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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