12.11.2010
FLUG REVUE

Boeing zieht Schadensbilanz nach 787-ZwischenfallBoeing zieht nach 787-Zwischenfall Bilanz

Boeing hat sich genauer zu den Schäden geäußert, die nach der Notlandung von Dreamliner ZA002 am Dienstag in Texas festgestellt wurden. Die 787-Testflotte bleibt am Boden.

Boeing setze die Untersuchung fort, habe aber bereits festgestellt, dass ein Versagen im elektrischen Panel "P100" des Testflugzeugs zu dem elektrischen Feuer geführt habe, teilte eine Sprecherin des Flugzeugherstellers mit. Dabei sei auch eine Isoliermatte in Brand geraten. Diese sei wieder verloschen, sobald die Brandursache im Panel P100 beseitigt gewesen sei. Panel und benachbarte Isoliermatten seien entfernt worden. Ein Ersatzpanel werde nach Laredo in Texas geschickt, wo das Flugzeug seit seiner Notlandung steht.

Der Schaden am eigentlichen Panel P100 sei "beachtlich". Einige Metallteile des Panels seien geschmolzen. Erste Untersuchungen zeigten jedoch keine größeren Schäden an Systemen in der Umgebung. Die Inspektionen, auch der Flugzeugstruktur, seien aber noch nicht abgeschlossen und dauerten noch mehrere Tage.

Das Panel P100 sei eine von mehreren Schaltanlagen zur Energieverteilung. Es befinde sich im hinteren Avionikraum und erhalte seinen Strom vom linken Triebwerk und verteile diese Energie an eine Reihe von Systemen. Bei einer Störung würden automatisch Reservestromquellen genutzt: Das rechte Triebwerk, die Staudruckturbine (RAT), die Hilfsgasturbine und die Batterie.

Die Dreamline-Flotte bleibe bis auf weiteres am Boden. Über eventuelle neue Programmverzögerungen wurden keine Informationen gegeben.



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