05.08.2014
FLUG REVUE

1800 Stellen fallen wegBombardier setzt neue Struktur um

Das kanadische Unternehmen arbeitet weiter an der Umsetzung der neuen Struktur seines Luftfahrtbereichs. Der neue Bereich der Fertigung von Flugzeugkomponenten soll dabei für zusätzliche Einkünfte sorgen.

Bombardier CS100 Prototyp im Flug

Verspätungen beim CSeries-Programm stärken den finanziellen Druck auf die Luftfahrtsparte von Bombardier. Foto und Copyright: Bombardier  

 

Nach der Ankündigung von einschneidenden Änderungen gab es bei der Veröffentlichung der Zahlen für das zweite Quartal 2014 positive Nachrichten. Der Umsatz des Bombardier-Konzerns stieg um 8,9 Prozent auf 4,9 Milliarden Dollar. Davon entfielen 2,5 Milliarden Dollar auf den Aerospace-Bereich (Vorjahreszeitraum: 2,3 Milliarden Dollar). Im zweiten Quartal lieferte Bombardier 62 Flugzeuge aus (zweites Quartal 2013: 57). Die Zahl der bestellten Flugzeuge verringerte sich allerdings von 82 auf 48. Der Auftragsbestand beträgt 38,1 Milliarden Dollar. Derweil läuft die Umsetzung der neuen, ab 23. Juli verkündeten Struktur weiter. Künftig gibt es vier Bereiche: Transportation, Business Aircraft, Commercial Aircraft und Aerostructures and Engineering Services. Sie unterstehen direkt Pierre Beaudoin, President and Chief Executive Officer, Bombardier Inc. Der früher zwischengeschaltete Bereich Bombardier Aerospace wird aufgelöst. Der bisherige Präsident Guy Hachey musste das Unternehmen verlassen. Die neu zu schaffende Division Aerostructures and Engineering Services soll die Position des Unternehmens in diesem Bereich stärken und für zusätzliche Einnahmen sorgen. Sie konzentriert sich auf die Entwicklung von komplexen Strukturen aus Verbundwerkstoffen und metallischen Strukturen in allen Bereichen von zivilen Flugzeugen. Als Folge der Restrukturierung sollen 1800 "indirekte" Positionen bei Bombardier Aerospace wegfallen. Zum 1. Januar 2015 will Beaudoin die neue Struktur umsetzen. "Die neue Organisationstruktur macht uns agiler und flexibler, um die Bedürfnisse unserer Kunden zu befriedigen, und reduziert die Kosten und erhöht unsere Fähigkeit, uns auf Wachstumsbereiche zu fokussieren. Unser starker Auftragsbestand, kombiniert mit dieser leichteren Struktur, wird uns erlauben, das volle Potenzial unserer Investitionen in neue Produkte zu realisieren", sagte er.



Weitere interessante Inhalte
Pilot Academy airBaltic bildet Nachwuchs-Piloten aus

12.12.2017 - Vom Fußgänger zum Linienpilot: Die lettische Fluggesellschaft sucht die ersten 20 Bewerber für ihre neu gegründete Pilot Academy in Riga. … weiter

CSeries EU bemängelt US-Verfahren gegen Bombardier

24.11.2017 - Einstweilen ist der Bombardier CSeries der Weg in den US-Markt durch Strafzölle versperrt. Der kanadische Flugzeugbauer erhält jetzt Rückendeckung aus Europa. Die EU-Kommission moniert "eklatante … weiter

Für Airbus A320neo und CSeries Neue Bestellungen für Getriebefan von Pratt & Whitney

16.11.2017 - Vietnam Airlines, VietJet Air, Egypt Air, Air China und Shenzen Airlines setzen auf Triebwerke der PW1000G-Familie. … weiter

Bombardier CSeries bei Swiss im Einsatz

06.11.2017 - Wie bewährt sich Bombardiers neue CSeries? Nach gut einem Jahr im Liniendienst und fast 25 000 Flugstunden haben wir die Piloten im Cockpit des neuen Zweistrahlers bei dessen größtem Betreiber, Swiss, … weiter

Zweite Endmontagelinie in Alabama Airbus übernimmt Mehrheit der CSeries

17.10.2017 - Der europäische Luftfahrtkonzern Airbus steigt mehrheitlich bei Kanadas CSeries Aircraft Limited Partnership ein, die Bombardiers neuen Zweistrahler CSeries herstellt. … weiter


FLUG REVUE 01/2018

FLUG REVUE
01/2018
11.12.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- 100. Airbus A380 für Emirates
- Airbus-Hoffnung China
- Auftragsfeuerwerk Dubai Air Show
- Tornado-Training
- F-35 für die Luftwaffe?
- Adaptive Tragflächen
- Vorausschauende Instandhaltung
- Mehrwegraketen