28.05.2018
FLUG REVUE

Global 5500 und Global 6500Bombardier stellt neue Business Jets vor

Der kanadische Flugzeughersteller Bombardier erweitert seine Global-Familie um zwei Geschäftsreiseflugzeuge. Angetrieben werden sie von den neuen Pearl-Triebwerken von Rolls-Royce.

Bombardier Global 6500

Bombardier zeigte in Genf die neue Global 6500. Foto und Copyright: Bombardier  

 

Im Vorfeld der Business-Aviation-Messe EBACE in Genf hat Bombardier die Global 5500 und Global 6500 vorgestellt. Sie erhalten optimierte Flügel und werden von je zwei der neuen Pearl-Triebwerke von Rolls-Royce angetrieben. Bombardier rechnet mit der Indienststellung bereits Ende 2019. Gleichzeitig gab Bombardier die Umbenennung seines Flaggschiffs Global 7000 in Global 7500 bekannt. Das erste dieser neuen Langstrecken-Flugzeuge soll in der zweiten Jahreshälfte ausgeliefert werden. Die Global-Familie umfasst bislang die Global 5000, 6000, 7500 und 8000.  

Die beiden neuen Business Jets sollen rund 10.560 Kilometer (Global 5500) und 12.200 Kilometer (Global 6500) weit fliegen können und damit etwa 1000 Kilometer mehr Reichweite als die Global 5000 bzw. Global 6000 bieten. Damit könne die Global 5500 beispielsweise nonstop von São Paolo nach Paris fliegen, die Global 6500 könne Hongkong und London verbinden.

Rolls-Royce Pearl 15

Das Pearl 15 von Rolls-Royce auf dem Teststand. Foto und Copyright: Rolls-Royce  

 

Die Maximalgeschwindigkeit beträgt nach Angaben von Bombardier Mach 0.9. Das Pearl 15, das erste Triebwerk einer neuen Familie, beinhaltet neue Technologien aus dem Forschungsprogramm Advance2 sowie bewährte Technik aus dem BR710 der Global 5000 und Global 6000. Es liefert bis zu 67,3 Kilonewton Schub, etwa neun Prozent mehr als das BR710. Gleichzeitig soll es um zwei Dezibel leiser sein und einen um sieben Prozent geringeren spezifischen Treibstoffverbrauch aufweisen. Entwickelt wurde das Triebwerk bei Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz. Die EASA-Zulassung erfolgte bereits am 28. Februar 2018, wie Rolls-Royce erst jetzt mitteilte.

Im Cockpit wird ein Combined Vision System (CVS) zum Einsatz kommen, das Flüge bei schlechter Sicht ermöglicht. Die Kabinen sollen mit dem neuen Nuage-Sitz ausgestattet werden. Bombardier hatte den Sitz Ende April vorgestellt. Seine Rückenlehne lässt sich nach hinten neigen, gleichzeitig schiebt sich die Sitzfläche nach vorne.



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