25.10.2013
aero.de

ÜberschallConcorde - Dienstende vor zehn Jahren bei British Airways

British Airways schenkte der Concorde ein großes Finale. Vor zehn Jahren - am Nachmittag des 24. Oktober 2003 - landeten im Abstand weniger Minuten drei Concorde am Flughafen Heathrow.

Concorde - Dienstende vor zehn Jahren bei British Airways

Concorde von Bristish Airways. Foto und Copyright: Arpingstone, PD  

 

Die ersten zwei Überschalljets trafen als Sonderflüge ein. Um 16.05 Uhr Ortszeit erreichte der letzte Linienflug einer Concorde unter der Flugnummer BA002 London. Die G-BOAG war Stunden zuvor mit viel Prominenz an Bord in New York JFK gestartet.

British Airways hatte ihre erste von sieben Concorde im Januar 1976 auf der Linie von London nach Bahrain in Dienst gestellt. Unter dem Schock der ersten Ölkrise hatten nur sie und Air France den Flugzeugtyp überhaupt angenommen, 16 andere Kunden - unter ihnen die Lufthansa - stornierten ihre Flugzeuge vor Lieferung.

Von der Concorde wurden insgesamt nur 20 Einheiten produziert. Aber bereits das war ein Erfolg der britisch-französischen Industrie - der parallel zur Concorde in den Vereinigten Staaten entwickelte Überschalljet Boeing 2707 wurde trotz 115 Aufträgen von 25 Airlines nie Realität.

Die Concorde war über Jahre Aushängeschild und Markenträger ihrer Besitzer. Am 07. Februar 1996 flog British Airways mit einer Concorde in der Rekordzeit von 2 Stunden 52 Minuten und 59 Sekunden von New York nach London. Jahre zuvor - im November 1986 - umrundeten die Briten mit der Concorde die Welt in lediglich 29 Stunden und 59 Minuten.

Das Ende der stolzen Concorde begann mit einem fatalen Unglück. Am 25. Juli 2000 ging Air France-Flug 4590, durchgeführt mit der Concorde F-BTSC, beim Start n Paris in Flammen auf und stürzte ab. Alle 109 Personen an Bord und vier Menschen am Boden verloren ihre Leben.

Letzlich waren es aber wirtschaftliche Erwägungen, wegen denen Air France und British Airways die Concorde im Jahr 2003 kurz nacheinander verabschiedeten. Selbstverständlich überließen sie ihre Flugzeuge nach dem Dienstende nicht dem Verfall, sondern übergaben die Flotten an ausgewählte Museen. Concordes können heute zum Beispiel im Museum of Flight in Seattle und im Technik Museum Sinsheim bestaunt werden.

Mehr zum Thema:
aero.de / Dennis Dahlenburg


Weitere interessante Inhalte
Einflottung ab 2020 Germania bereitet sich auf A320neo vor

24.05.2018 - Germania hat 25 Airbus A320neo bestellt, die ab Januar 2020 übernommen werden sollen. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen bei der deutschen Airline. … weiter

Nolinor Aviation Modernes Glascockpit für Boeing-Oldie

23.05.2018 - Die kanadische Charter- und Frachtfluggesellschaft Nolinor Aviation lässt eine mehr als 35 Jahre alte Boeing 737-200 mit neuer Avionik nachrüsten. … weiter

Billigtarif für Nordamerika-Flüge Lufthansa Group führt Economy "Light" ein

22.05.2018 - Passagiere von Lufthansa, Swiss, Brussels Airlines und Austrian Airlines können vom Sommer an einen neuen Basistarif buchen. Er umfasst Handgepäck und Verpflegung an Bord. … weiter

Moderner Zweistrahler von Lufthansa Ausgezeichnete Kabinenbeleuchtung der A350-900

22.05.2018 - 24 Lichtvarianten, die den Biorhythmus bei Langstreckenflügen unterstützen sollen: Das Lichtdesign des Airbus A350-900 von Lufthansa hat einen Preis bekommen. … weiter

CFM56-7B-Triebwerke der Boeing 737 Southwest beendet Untersuchung der Bläserschaufeln

18.05.2018 - Die US-Niedrigpreisairline hat nach dem Flugunfall vom 17. April sämtliche CFM56-7B ihrer 737-Flotte inspiziert. Nun wurde das Ergebnis veröffentlicht. … weiter


FLUG REVUE 06/2018

FLUG REVUE
06/2018
14.05.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- ILA AKTUELL: Die Highlights in Berlin
- Alexander Gerst: Die zweite Mission
- Aircraft Interiors: Sitze zwischen Leichtbau und Luxus
- Überschall ohne Knall: Skunk Works bauen X-Plane
- Flughafen München: Angriff auf Frankfurt