15.10.2013
FLUG REVUE

Leasinggeber für NorwegianDeutsche Firma erwirbt zwei Boeing 787-8

Die Leasingsfirma Dr. Peters Group aus Dortmund hat zwei Boeing Dreamliner erworben. Die bereits ausgelieferten Flugzeuge werden von Norwegian Air Shuttle betrieben.

Boeing 787-8 Norwegian Air Shuttle

Die beiden Dreamliner von Norwegian, hier die Rückkehr von einem Probeflug mit ausgefahrener Ram Air Turbine unter dem Rumpf, gehören jetzt der deutschen Leasingfirma Dr. Peters Group. Foto und Copyright: Norwegian  

 

Die Dr. Peters Group habe erfolgreich einen neuen Flugzeugfonds für institutionelle Investoren konzipiert und an der Londoner Börse emittiert, teilte das Unternehmen am Montag mit. In die neu emittierte Fondsgesellschaft "DP Aircraft I Ltd." mit Sitz auf Guernsey hätten institutionelle Investoren aus Großbritannien Eigenkapital in Höhe von 113 Millionen Dollar investiert. Die Gesellschaft habe zwei Boeing 787-8 erworben, die Gegenstand eines langfristigen Leasingvertrages seien. Leasingnehmer für die bereits im Juni und August ausgelieferten Flugzeuge sei die skandinavische Fluggesellschaft Norwegian, die damit Langstreckenflüge in die USA und nach Asien anbiete. Der Leasingvertrag laufe zunächst über zwölf Jahre.

Dr. Peters kalkuliere für die Investoren dieses Fonds mit einer Zielrendite von neun Prozent im Jahr auf das Eigenkapital. „Als das derzeit modernste Flugzeug am Markt bietet heute nur die 787 die Wirtschaftlichkeit, um Low Cost auf der Langstrecke zu verwirklichen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Dr. Peters Group, Anselm Gehling. „Es handelt es sich um einen hochmodernen Flugzeugtyp, für den weltweit ein gewaltiger Markt existiert. Kinderkrankheiten sind typisch für neue Flugzeugmodelle. Wir sind davon überzeugt, dass der Dreamliner eine großartige Zukunft vor sich hat.“ Das belegten sowohl die knapp 1000 Bestellungen, die bei Boeing für die 787-Familie bereits vorlägen als auch das große Interesse der gewonnenen Investoren an diesem Fondsprodukt mit den beiden Dreamlinern. „Wir hoffen, dass wir mit unserer hohen Expertise in den kommenden Monaten auch institutionelle Investoren in Deutschland für Investitionen in Flugzeugprodukte mit vergleichbaren Parametern gewinnen können“, kommentiert Gehling das bislang noch unterschiedliche Anlageverhalten deutscher und britischer Investoren.

Die Dr. Peters Group sehe ein enormes Potenzial für Flugzeuginvestitionen im deutschen Markt. Hier solle das Produktangebot für die bisherigen Privatkunden als auch für institutionelle Investoren erweitert werden. Mit den beiden Dreamlinern erhöhe die Flugzeugsparte der Dr. Peters Group ihre Flotte auf insgesamt 16 Flugzeuge, darunter die neu erworbenen Boeing 787, acht Airbus A380, vier Boeing 777 und zwei Airbus A319. Für das nächste Jahr plane die Dr. Peters Group weitere Flugzeugfonds und sonstige Sachwert-Investments. 

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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