08.02.2012
FLUG REVUE

EASA erweitert Haarrisskontrolle auf alle Airbus A380EASA: Alle A380 müssen auf Haarrisse kontrolliert werden

Die europäische Luftfahrtbehörde EASA hat ihre Ende Januar angeordneten Kontrollen des Airbus A380 auf Haarrisse in den Befestigungen der Flügelrippen auf sämtliche Flugzeuge dieses Musters ausgedehnt.

Die EASA erweiterte am Mittwoch ihre am 20. Januar zunächst nur für einzelne Flugzeuge erlassene Inspektionsanweisung. Demnach müssen künftig sämtliche Airbus A380 der Versionen A380-841, A380-842 und A380-861 auf Risse in den Befestigungen ihrer Flügelrippen überprüft werden. Dabei ist laut EASA das Wirbelstromverfahren einzusetzen. Qantas hatte an einem weiteren Flugzeug, das nicht auf der bisherigen Prüfliste stand, Risse entdeckt. Außerdem müssen alle A380-Betreiber Airbus künftig formell über ihre Untersuchungsergebnisse informieren.

Die zwei Arten von Haarrissen in den Verbindungen von Flügelhaut und Rippen werden auf ein unerwartet sprödes Alumimiummaterial zurückgeführt, das beim Bohren eines Nietlochs vorzeitig ermüden kann. Airbus will Legierung, Formgebung und Arbeitsabläufe verändern. Einzelne Haarrisse gelten als unproblematisch. Erst bei einem Auftreten einer größeren Zahl müssen die Befestigungen ausgetauscht werden. Bisher sind für diese Arbeiten ohnehin geplante größere Werftaufenthalte vorgesehen.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke



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