16.04.2013
aero.de

EASA wird A380-Nachrüstung in Etappen zulassen

Das Airbus-Reparaturprogramm zur Behebung der Risse in Strukturteilen der A380-Tragflächen dürfte alsbald zugelassen werden.

Am Montag informierte die europäische Luftfahrtbehörde EASA alle A380-Betreiber über den Inhalt einer beabsichtigten Lufttüchtigkeitsanweisung (EASA PAD 13-054). Die EASA wird eine Nachrüstung in Etappen erlauben, einige Reparaturen aber bereits innerhalb der ersten 700 Flugzyklen vorschreiben.

Airbus und die A380-Betreiber können jetzt bis 13. Mai Stellung zu den von der EASA vorgeschlagenen Maßnahmen nehmen.

"Die von Airbus entwickelte Reparaturlösung umfasst Änderungen am Rippenanschluss sowie die Installation neuer Rippenfüße aus einer anderen Aluminiumlegierung an den Verbundwerkstoffrippen", erklärte Airbus-Sprecherin Marcella Muratore das Programm im vergangenen Jahr in einer Email an aero.de.

Das Retrofit werde den kompletten Lebenszyklus der A380 von 19.000 Flugzyklen wiederherstellen. "In einem Vorgang würde seine Installation mehrere Wochen dauern", sagte die Sprecherin. "Wir werden Betreibern aber anbieten, die Arbeiten in zwei oder drei Schritten bei regulären C-Checks auszuführen, um die Auswirkungen auf ihre Wartungs- und Betriebsabläufe so zu minimieren."

Ab Frühjahr 2014 ausgelieferte A380 sollen keine Nacharbeiten mehr benötigen. Airbus sieht für diese Flugzeuge ein werksseitiges Forward Fit vor, bei dem die Flügelrippen aus 7010er Aluminium gefertigt werden. Auf die bislang ebenfalls verwendeten Kohlefaserrippen wird Airbus dann weitgehend verzichten.

Das Rippenproblem der A380 hat die EADS-Bilanz im letzten Jahr mit 251 Millionen Euro belastet. Airbus hat unlängst die 100. A380 ausgeliefert, will wegen der Änderungen an der Tragflächenstruktur in diesem Jahr aber insgesamt nur 25 neue Superjumbos ihre Betreiber übergeben.

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aero.de / Dennis Dahlenburg


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