17.06.2015
FLUG REVUE

Singapur übernimmt die MehrheitEFW launcht den A320-Umbaufrachter

Auf der Pariser Luftfahrtmesse haben am Mittwoch die Elbe Flugzeugwerke (EFW) aus Dresden, deren Eigentümer Airbus Group und ST Aerospace aus Singapur die Umbaufrachterversion (P2F) für Airbus A320 und A321 gelauncht.

Airbus A320P2F A321P2F Umbaufrachter

Umbaufrachterversion (P2F) für Airbus A320 und A321. Grafik und Copyright: Airbus  

 

Bei dem Gemeinschaftsvorhaben erhöht ST Aerospace seinen Anteil von 20 auf 55 Prozent und übernimmt die Führung. Airbus hält künftig 45 Prozent der Anteile. Praktisch wird das Umbauprogramm aus Dresden geleitet und vermarktet. Die jeweils dreimonatigen Umrüstungen finden laut ST Aerospace wahlweise in Dresden, Singapur und China, jeweils möglichst in Kundennähe, statt.

Umbaufrachterversion (P2F) für Airbus A320 und A321 Vertragsunterzeichnung Paris Air Show 2015

Vertragsunterzeichnung auf der Paris Air Show 2015. Foto und Copyright: Airbus  

 

Anders als eine früher in Kooperation mit Russland geplante A320-Umbaufrachterversion hat die neue Variante ihr seitliches Frachttor am vorderen Rumpf und nicht mehr hinten. Damit vermeidet man Arbeiten im strukturell stark belasteten Heckbereich und senkt die Umbaukosten. Die jetzt in Singapur entwickelte Variante ist auf einen möglichst niedrigen Endpreis ausgelegt und vermeidet gezielt viele komplizierte und damit kostentreibende Eingriffe ins Flugzeug.

Die aus gebrauchten Passagierflugzeugen entstehende A320 P2F kann 21 Tonnen Fracht über 2100 NM befördern, die längere A321 P2F 27 Tonnen über 1900 NM. Die erste A321 P2F soll 2018 geliefert werden. Airbus rechnet mit einem Bedarf am Markt für rund 600 Flugzeuge und will vor allem ältere 757-Frachter und 737 ablösen.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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