05.12.2016
FLUG REVUE

Restrukturierung der Airbus-KonzernspitzeEnders schließt betriebsbedingte Kündigungen nicht aus

Airbus-Konzernchef Tom Enders hat im Rahmen der Umstrukturierungen betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen.

Airbus Group Hauptquartier Tom Enders

Tom Enders verteidigt die Zusammenlegung der Airbus-Verwaltungssitze aus Paris und München in Toulouse, bei der über 1000 Stellen entfallen. Foto und Copyright: Airbus Group  

 

In einem Interview mit der französischen Zeitung "Le Figaro" bekräftigte Enders am Montag, der Konzern werde 1164 Stellen abbauen und 325 Stellen nach Toulouse verlagern. Er könne nicht garantieren, dass es dabei nicht zu betriebsbedingten Kündigungen komme. Man verstehe die Sorgen der Mitarbeiter und werde durch Förderprogramme und interne Umschichtungen versuchen, die Auswirkungen des Restrukturierung zu mildern. 429 Stellen der oben genannten 1164 Arbeitsplätze entfallen in Deutschland, vor allem in Ottobrunn.

Airbus verlagert im Rahmen des schon 2012 angekündigten "Projekts Gemini" (Zwilling) in einem mehrjährigen Prozess seine früheren Verwaltungshauptquartiere aus München und Paris nach Toulouse, wo diese, künftig weitgehend ohne eigenen Unterbau, auf die bestehenden Strukturen der Zivilflugzeugsparte gesetzt werden. Dadurch werden früher separate Arbeitsplätze in der Konzernverwaltung überzählig. Der Konzern erhofft sich dadurch jährliche Einsparungen in der Größenordnung von 300 bis 350 Mio. Euro.

Laut Tom Enders stünden Einsparungen nicht im Vordergrund der Bemühungen des Projektes Gemini. Vielmehr sei das oberste Ziel, neue Mittel für die fortschreitende Digitalisierung frei zu machen. Zudem wolle der Konzern 230 neue Stellen in den Bereichen Forschung, Technologie und Digitalgeschäft schaffen.



Weitere interessante Inhalte
Triebwerke der A320neo und Boeing 737 MAX Lufthansa Technik bereitet sich auf LEAP vor

11.12.2017 - Lufthansa Technik bietet in Hamburg von 2018 an Instandhaltungsdienstleistungen für die Triebwerke LEAP-1A und LEAP-1B an. … weiter

Vierstrahlige Rückkehr nach Triebwerksschaden Air France A380 kehrt aus Goose Bay zurück

07.12.2017 - Ein Airbus A380 von Air France ist nach 68 Tagen Standzeit aus Goose Bay in Kanada nach Paris zurückgekehrt. Dort war der Großraumjet nach einem schweren Triebwerksschaden gestrandet. … weiter

Fast die Hälfte der Flugzeuge gehen an Emirates Airbus A380: Die Nutzer

06.12.2017 - Mit der A380 hat Airbus das größte Passagierflugzeug der Welt entwickelt. Nach offiziellen Angaben liegen derzeit 317 Bestellungen von 18 Firmen für das Großraumflugzeug vor. Bis dato wurden davon 219 … weiter

"Großmaul"-Transporter auf A330-Basis Airbus Beluga XL erhält das Bugtor

05.12.2017 - Bei Airbus in Toulouse ist am Dienstag das große Bugtor an der ersten Beluga XL installiert worden. Der künftige Großraumtransporter für Airbus-Sektionen und -Flügel kann dadurch von vorne beladen … weiter

Riesen-Premiere für chinesische Werft Air France: Erste A380 zur Wartung in Xiamen eingetroffen

05.12.2017 - Air France hat am Montag ihren ersten Airbus A380 zur Wartung nach Xiamen entsandt. In der dortigen Werft HAECO steht ein großes Wartungsereignis an. … weiter


FLUG REVUE 01/2018

FLUG REVUE
01/2018
11.12.2017

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- 100. Airbus A380 für Emirates
- Airbus-Hoffnung China
- Auftragsfeuerwerk Dubai Air Show
- Tornado-Training
- F-35 für die Luftwaffe?
- Adaptive Tragflächen
- Vorausschauende Instandhaltung
- Mehrwegraketen