26.11.2013
FLUG REVUE

Neue Airbus-ZweistrahlerfamilieErste A350 absolviert 100. Testflug

Der erste Airbus A350-Prototyp MSN1 hat am Montag seinen 100. Flug absolviert. Mit rund 500 Flugstunden hat die neue Airbus-Zweistrahlerfamilie etwa ein Fünftel des bis zur Zulassung erwarteten Flugprogramms geschafft.

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A350-Prototyp MSN1, hier beim Überflug der Paris Air Show 2013. Foto und Copyright: Airbus  

 

Airbus bestätigte auf Anfrage der FLUG REVUE den am Montag erfolgten 100. Testflug der A350 mit der Werknummer MSN1. Zusammen mit dem zweiten Flugzeug MSN3 komme man bisher auf rund 500 Flugteststunden. Der Hersteller will bis Herbst 2014 die Zulassung schaffen und bis dahin rund 2500 Flugstunden absolvieren, bei denen aber noch drei weitere Flugzeuge helfen werden. Die nächsten beiden davon stoßen im Februar zur Testflotte. Gegen Ende der Zulassungskampagne steigt die Flugstundenzeit wegen dann immer längerer Flüge außerdem schneller.

Derzeit absolviert MSN1 nach dem Abschluss der Flattererprobung vor allem Vereisungstests. Dazu sind auf den Leitwerksvorderkanten künstliche Vereisungsprofile befestigt worden. Nach der Vermessung künstlicher Vereisungsprofile wird das Flugzeug in den nächsten Wochen auch bei echten Vereisungsbedingungen erprobt. Hierzu ist auch der gezielte Einflug in Wintergewitter geplant, bei denen auch Blitzeinschläge erwartet werden. Die aus CFK-Verbundwerkstoff bestehende A350 ist dazu mit einem in die Rumpfhaut eingebetteten Metallnetz geschützt, das einen Faradayschen Käfig bildet. Am Dienstag war MSN1 vor allem bei zahlreichen Platzrundenflügen über Toulouse zu sehen.

Airbus wollte auf Anfrage der FLUG REVUE ausdrücklich nicht Gerüchte bestätigen, laut denen am nächsten Donnerstag eine Stippvisite der A350 in Hamburg geplant sei. Angeblich soll im Rahmen eines Überflugs mehrerer europäischer Airbus-A350-Standorte gegen 14 Uhr auch Hamburg-Finkenwerder mit einem Durchstarten besucht werden.



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