27.06.2018
FLUG REVUE

Businessjet auf A320neo-BasisErste ACJ320neo in der Endmontage

Bei Airbus in Hamburg hat die Endmontage der ersten ACJ320neo begonnen. Die Geschäftsreiseausführung der A320neo nutzt die geräumige Airliner-Kabine für zahlreiche Annehmlichkeiten nach Kundenwunsch.

Airbus ACJ320neo erste Endmontage Hamburg

Als erster Airbus A320neo der Geschäftsreiseausführung ACJ320neo wird in Hamburg dieser Jet endmontiert. Foto und Copyright: Airbus  

 

Mit der Endmontage der ersten ACJ320neo beginne eine neue Ära bei den Airbus Corporate Jets (ACJ), meldete Airbus am Mittwoch. Das erste Flugzeug werde noch vor Jahresende 2018 an die britische Acropolis Aviation geliefert, ein zweites Flugzeug für Comlux in der Schweiz folge. Wie die A320neo hat auch die ACJ320neo neue Triebwerke und den neuen Flügel mit Sharklets, so dass der Treibstoffverbrauch um rund 15 Prozent sinkt, was mehr Reichweite ermöglicht. Eine typische ACJ320neo mit 25 Passagieren kommt auf bis zu 11.100 Kilometer Reichweite und 13 Stunden Flugzeit. Dies ermöglicht Nonstop-Flüge von London nach Peking oder Kapstadt oder von Moskau nach Los Angeles. Die kleinere ACJ319neo schafft mit acht Passagieren sogar 12.500 Kilometer Reichweite oder 15 Stunden Flugzeit.

Vorteil der ACJ320neo ist die relativ geräumige Kabine mit voller Stehhöhe, die zahlreiche Einbauten möglich macht. Dazu zählen Küche, Konferenzabteile, Schlafkabinen, Duschen, Salons und Abteile für mitreisende Stäbe. Der Frachtraum ist für den Einbau modularer Zusatztanks vorbereitet. Eine eingebaute Bordtreppe sorgt für ständigen Zugang am Boden, unabhängig von der jeweiligen Flughafenausstattung.

In der ACJ-Kabine wird während des Fluges der Druck gegenüber typischen Verkehrsflugzeugen leicht erhöht, so dass die Insassen noch komfortablere Bedingungen vorfinden und weniger stark ermüden sollen. Airbus hat bisher drei ACJ319neo und sechs ACJ320neo verkauft. Von der neo-Airliner-Version fliegen mittlerweile 300 Flugzeuge, so dass eine weltweite Ersatzteilversorung sichergestellt ist. Wegen ihrer engen Verwandschaft mit den neo-Airlinern lassen sich die ACJneo später auch mit relativ hohem Restwert weiterverkaufen, so Airbus.



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