26.07.2013
FLUG REVUE

FAA verlangt Überprüfung der Notsender aller Boeing 787FAA verlangt Kontrolle aller 787-Notfunksender

Nach dem Brand an Bord einer parkenden Boeing 787-8 von Ethiopian Airlines am 12. Juli in London hat die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA die Überprüfung oder Entfernung aller ELT-Notfunksender an Bord amerikanischer Dreamliner angeordnet.

Die FAA erlasse die Lufttüchtigkeitsanweisung (Airworthiness Directive) mit Gültigkeit ab dem 26. Juli, um den Ausbruch eines Feuers im Kabinendach des Hecks zu verhindern und um mögliche Abweichungen zu entdecken und auszuräumen, die ein solches Feuer entstehen lassen könnten, teilte die FAA mit. 

Die bisherige Untersuchung des Feuers an Bord der parkenden Boeing 787-8, ZA261, in London deute darauf hin, dass das Feuer in dem fest eingebauten Honeywell-Notfunksender (ELT) ausgebrochen sein könnte. Es sei nicht ausgeschlossen, dass sich dieser Fehler wiederhole. Deshalb müssten alle bereits ausgelieferten Flugzeuge mit dem Honeywell-Notsender mit der Ersatzteilnummer 1152682-2 überpüft und gegebenenfalls repariert werden. Dazu gehöre auch die Kontrolle von ELT-Verkabelung und ELT-Batterie.

In den USA sei ein ELT-Notsender nicht vorgeschrieben. Deshalb könne man ihn auch komplett entfernen. Anderes Staaten hätten aber teilweise abweichende Vorschriften. Der Einflug in deren Luftraum ohne ELT müsse deshalb vorab von den betreffenden Luftfahrtbehörden genehmigt werden. Alle neu gebauten 787 würden noch im Werk überprüft. Die Maßnahmen seien als vorläufig zu betrachten, bis weitere Erkenntnisse vorlägen. Die amtliche FAA-Anweisung betreffe direkt sechs Boeing 787-8 mit US-Registrierung. Die Überprüfung sei jeweils binnen einer Mechanikerstunde möglich und koste somit 85 Dollar pro Flugzeug.

Die japanische Fluggesellschaft ANA teilte am Freitag mit, sie habe nach Überprüfungen ihrer Boeing 787 zwei ELT-Notsender ausgetauscht, nachdem man kleinere Schäden an den ELT-Kabelisolierungen entdeckt habe. ANA schicke diese 787-Notsender zur Inspektion in die USA.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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