05.03.2015
Erschienen in: 08/ 2012 FLUG REVUE

Die fliegenden Raritäten von Air KoryoSpotter-Premiere in Nordkorea

Für eine Gruppe von westlichen Flugzeugfans – und deren harte Währung – öffnete sich das sonst streng abgeschottete Nordkorea zur ersten „Luftfahrtenthusiasten-Tour“.

Flug JS152 dauert nur eine Stunde und 15 Minuten, aber er bringt einen weiter weg, als es jeder Interkontinentalflug könnte, nämlich von Peking nach Nordkorea. Das völlig abgeschottete Land ist nur durch wenige Flüge und Eisenbahnverbindungen mit der Außenwelt verbunden. Die Flotte seiner staatlichen Fluggesellschaft Air Koryo bietet auch abgebrühten Vielfliegern Borderlebnisse der Sonderklasse, denn hier verkehren noch einst weit verbreitete, aber mittlerweile schon fast ausgestorbene Flugzeugmuster wie Iljuschin Il-18, Iljuschuin Il-62, Antonow An-24 sowie Tupolew Tu-134 und Tu-154 - wahre Raritäten der Lüfte.

Für eine Gruppe westlicher Flugzeugfans arrangierte die britisch-nordkoreanische Reiseagentur Juche Travel Service Mitte Mai die erste „Aviation Enthusiasts Tour of the DPRK“. Ab Peking kostete die exotische Gruppenreise mit sieben Übernachtungen, Vollpension, Transfers und sechs Flügen an Bord nordkoreanischer Flugzeuge (plus gegen Aufschlag buchbaren Rundflügen) 1675 Euro, in Nordkorea ein Vermögen. Dafür boten die Nordkoreaner aber ein, nicht nur für ihre Verhältnisse, ungewöhnlich offenes Reiseprogramm, das die bislang militärisch streng geheim gehaltene Zivilluftfahrt des Landes erstmals westlichen Augen präsentierte. Selbst Cockpitbesuche und Foto- und Amateur-Videoaufnahmen waren möglich, auch Extrawünsche wurden kurzfristig erfüllt, zum Beispiel der Verkauf kompletter Sätze druckfrischer Passagier-Sicherheitsanweisungen für alle Typen.


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