06.12.2010
FLUG REVUE

Französisches Gericht: Continental Airlines für Concorde-Absturz hauptverantwortlichFranzösisches Gericht: Continental Airlines für Concorde-Absturz verantwortlich

Ein französisches Gericht nahe Paris hat am Montag entschieden, dass die amerikanische Fluggesellschaft Continental Airlines für den Concorde-Absturz in Paris im Juli 2000 strafrechtlich verantwortlich ist. Die Concorde hatte auf der Startbahn ein von einem Continental-Flugzeug verlorenes Titanteil überrollt, was zu den folgenschweren Reifenplatzern der Concorde führte.

Das Gericht in Pontoise entlastete außerdem die drei französischen Luftfahrtbediensteten Henri Perrier, Jacques Herubel und Claude Frantzen vom Vorwurf strafrechtlich relevanten Fehlverhaltens, wie der französische Rundfunksender RFI meldete. 

An der schwer beladenen Concorde waren nach dem Überrollen des scharfkantigen Titanteils auf der Startbahn Reifen geplatzt, was durch deren Trümmerteile und Druckwellen die Tanks beschädigte. Das in Brand geratene Flugzeug stürzte nahe des Pariser Flughafens auf ein Hotel. 113 Menschen, darunter alle Insassen der Concorde, starben.

Strittig war bislang, ob die Concorde schon vor dem Reifenschaden brannte. Das Gericht folgte weitgehend den Ergebnissen den Unfalluntersuchung. Nach dem Absturz der Concorde hatte deren Hersteller EADS ein Paket von Modifikationen entwickelt, darunter neue Sicherheitsreifen und trümmergeschützte Sicherheitstanks. Trotzdem war der Concorde-Flugbetrieb bei Air France und British Airways und damit der weltweit einzige Überschall-Flugverkehr, nach der Wirtschaftskrise 2001 endgültig eingestellt worden.

 



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