11.07.2018
FLUG REVUE

Frisch renoviertes Museumsstück Historische Convair CV-340 in Pretoria abgestürzt

Eine 1954 gebaute, zweimotorige Convair CV-340-67 ist am Dienstag beim Start zu einem kurzen Rundflug in Pretoria abgestürzt. Die frisch renovierte Zweimot hätte am Donnerstag zum Überführungsflug in ihre neuen Heimat, das Museum Aviodrome in den Niederlanden, starten sollen.

Convair CV-340 Martin's Air Charter

In diesen historischen Farben von Martin's Air Charter hätte die verunglückte CV-340 in den Niederlanden ausgestellt werden sollen. Archivbild und Copyright: Aviodrome  

 

Bei dem Unglück wurden ein Besatzungsmitglied und eine Person am Boden getötet, 19 weitere Personen wurden, teils schwer, verletzt. Der Oldtimer hatte beim Start eine Rauchfahne hinter seinem linken Triebwerk hergezogen und war in der verlängerten Startbahnachse gegen ein Lagerhaus geprallt und zerbrochen. An Bord waren die Überführungsmannschaft und Techniker, die an der vorherigen Renovierung mitgearbeitet hatten. Am Donnerstag hätte die Convair in die Niederlande starten sollen, wo sie am 23. Juli am Aviodrome in Lelystad erwartet worden war.

Das als ZS-BRV registrierte Flugzeug von Rovos Air war frisch renoviert worden und trug neuerdings wieder die historischen Farben von "Martin's Air Charter". Die Leiterin des Aviodrome, Serena van Kammen, reiste bereits nach Pretoria ab, um bei der Betreuung der Unfallopfer zu helfen. Das verunglückte Flugzeug hätte als flugfähiges Exponat in Lelystad ausgestellt werden sollen. Es wurde beim Aufprall völlig zerstört.

Die nach dem Zweiten Weltkrieg als eines der letzten Kolbenmotor-Passagierflugzeuge neu entwickelte Convair CV-340 spielte eine wichtige Rolle beim Aufbau des modernen Passagierluftverkehrs. Bis zu 52 Passagiere passten an Bord. Angetrieben wurde die auch als Militärtransporter C-131D-CO Samaritan verwendete CV-340 von zwei Pratt & Whitney R-2800 CB16 Doppelsternmotoren. Die mächtigen aber sehr komplexen 18-Zylindermotoren leisteten jeweils 1790 kW oder 2430 PS.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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