12.11.2013
FLUG REVUE

Fehlalarm auf dem Weg nach TokioJapan Airlines: 787 erhält Batteriewarnung

Ein Dreamliner von Japan Airlines auf dem Weg von Helsinki nach Tokio-Narita erhielt am 8. November eine falsche Warnanzeige über Probleme in der Batterie und kehrte daraufhin um. Eine tatsächliche Störung wurde nicht gefunden.

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Japan Airlines hat nach der jüngsten Rückkehr einer 787 nach einem Fehlalarm keine Überhitzung der Batterien an Bord festgestellt. Foto und Copyright: Boeing  

 

Flug JAL414 habe am 8. November nach dem Start in Helsinki eine Cockpitwarnanzeige über Probleme in der Batterie der Hilfsgasturbine (APU) erhalten, meldete Japan Airlines. Die Besatzung der Boeing 787-8 habe sich daraufhin zur Rückkehr nach Helsinki entschlossen. Die Batterieleistung sei jedoch normal geblieben und es habe während des Fluges keine praktischen Beeinträchtigungen gegeben.

Nach der Landung habe eine Inspektion der Batterie ergeben, dass keinerlei Überhitzung, Rauch oder sonstige Unregelmäßigkeit vorgelegen hätten. Die Batterie und ihr Ladegerät seien zu weiteren Überprüfungen ausgebaut worden und durch Austauschteile ersetzt worden. Daraufhin sei die Warnlampe erloschen. Eine Überpüfung habe die volle Einsatzfähigkeit bestätigt. Das Flugzeug konnte wieder in Dienst gestellt werden. Die Untersuchung der ausgebauten Batterie dauere an, noch seien keine Auffälligkeiten entdeckt worden, meldete Japan Airlines am Montag.

Boeing hatte nach einer Reihe von Batterie-Überhitzungen nachträglich deren beiden Hauptbatterien in feuerfesten Titankästen eingeschlossen. Außerdem waren die Batterien technisch verändert worden, um sie vor Überladung und Tiefentladung zu schützen. Seitdem hatte der Hersteller keine Vorkommnisse dieser Art mehr registriert.

Über Programmneuigkeiten vom Boeing-Dreamliner und über die Flugerprobung der Boeing 787-9 können Sie im aktuellen Heft 12/2013 der FLUG REVUE lesen.

www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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