18.11.2016
FLUG REVUE

Neues Hybrid-LuftschiffKanadischer Minenbetreiber hat Interesse an der LMH-1

Straightline Aviation (SLA) und der kanadische Minenbetreiber Quest Rare Minerals Ltd. (Quest) haben sich in einer Absichtserklärung auf die Rahmenbedingungen für die Nutzung des Hybrid-Luftschiffes LMH-1 von Lockheed Martin geeinigt.

Lockheed Martin LMH-1

Bei der LMH-1 handelt es sich um eine Kombination aus einem gewöhnlichem Luftschiff, Flugzeug und Hubschrauber sowie einem Hovercraft (Foto und Copyright: Lockheed Martin).  

 

SLA wird dabei Quest Rare Minerals die Luftfahrzeuge für die jeweiligen Einsatzgebiete zur Verfügung stellen. Geplant ist eine Flotte von sieben LMH-1, welche von SLA betrieben werden. Wie die beiden Unternehmen am Mittwoch mitteilten, umfasst der Dienstleistungsvertag eine Summe von circa 805 Million US-Dollar. In den Kosten ist auch der Treibstoff für einen Zeitraum von zehn Jahren enthalten.

Das Schwerlastluftschiff wird im Liniendienst zwischen den Minen vom Quest’s Strange Lake im nördlichen Québec und Schefferville eingesetzt werden. Es soll das Erzkonzentrat von den Minen nach Schefferville fliegen, von wo es weiter mit der Bahn nach Port of Sept-Iles transportiert wird. Neben dem Materialtransport soll das Luftschiff auch zur Beförderung von Personal verwendet werden.

Das Luftfahrzeug soll nach Meinung von SLA eine kostengünstige und umweltfreundliche Lösung für den Transport von Erzkonzentrat bieten. Durch die speziellen Landeeigenschaften des Hybrid-Luftschiffes erhofft sich SLA eine preiswerte Nutzung, da keine teuren Infrastrukturen, wie Flugplätze gebaut werden müssen. Das Luftschiff kann nach Angaben von Lockheed Martin senkrecht starten und landen und selbst Landungen auf Schnee und Wasser seien möglich.

Bei der LMH-1 handelt es sich um eine Kombination aus einem gewöhnlichem Luftschiff, Flugzeug und Hubschrauber sowie einem Hovercraft. Es bietet Platz für bis zu 19 Passagiere und kann eine Last von 20 Tonnen befördern. Dabei trägt das in den Kammern befindliche Helium zu 80 Prozent des Gesamtauftriebes bei. Der restliche Auftrieb wird durch die vier Schubpropeller sowie die aerodynamische Form des Luftschiffes erzeugt. Das Hybrid-Luftschiff wird von Lockheed Martin gebaut und durch den englischen Händler Hybrid Enterprises vertrieben. Die erste kommerzielle Auslieferung ist für 2019 geplant.



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