28.04.2016
FLUG REVUE

Seltener Boeing-Oldie von 1933 fliegt ein letztes MalBoeing 247D landet im Museum of Flight

Kurz nach seiner spektakulären 727-Prototypen-Überführung ins Museum hat das Museum of Flight in Seattle den nächsten Star fliegend importiert: Die letzte flugfähige Boeing 247D schwebte, frisch restauriert, zur letzten Landung am Museum ein.

Boeing 247D letzte Landung in Boeing Field

Das Museum of Flight in Seattle hat mit einem allerletzten Flug seine seltene Boeing 247D aus Everett nach Boeing Field gebracht. Foto und Copyright: Francis Zera/Museum of Flight  

 

Hunderte Schaulustige warteten am Stadtflughafen Boeing Field in Seattle, wo am Dienstag der letzte Flug einer Boeing 247D landete. Dort war die elegante Passagier-Zweimot 1933 gebaut worden. Jetzt findet sie hier ihren ständigen Ehrenplatz im Museum of Flight. Am Steuer des fünfzehnminütigen Überführungsfluges aus Everett saßen die Piloten Mike Carriker und Chad Lundy. Carriker hatte als Boeing-Testpilot auch den Dreamliner-Erstflug geleitet. Das 15,7 Meter lange Sammlerstück mit 22,6 Metern Spannweite gehört dem Museum schon seit 1966. Es gibt weltweit nur noch vier Flugzeuge dieses Musters, von denen nur die 247D des Museums in jahrelanger Arbeit in Everett noch einmal flugfähig gemacht wurde.

Die Boeing 247D gilt als eines der ersten modernen Passagierflugzeuge. Die robuste Ganzmetall-Zweimot für zehn Passagiere erreichte dank ihrer aerodynamischen Form eine hohe Reisegeschwindigkeit von 322 km/h, immerhin 50 Prozent schneller als die damalige Konkurrenz, und bot den Passagieren guten Bordkomfort. Auch die Deutsche Lufthansa kaufte 1934 zwei Flugzeuge (D-AGAR und D-AKIN). Insgesamt 75 Flugzeuge wurden gebaut. Allerdings machten größere Nachfolger, wie die Douglas DC-2 und DC-3, die 247D bald überflüssig. So wurde die 247D des Museums erst bei unterschiedlichen US-Fluggesellschaften und dann in Südamerika eingesetzt.



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