02.05.2017
FLUG REVUE

LM-100J erkennt gefährliche WetterlagenLockheed: 3D-Wetterradar für zivile Hercules

Lockheed wird die zivilen und militärischen Versionen der Hercules mit einem neuen Honeywell-Wetterradar ausstatten, das gefährliche Wetterlagen erkennt und davor warnt.

Honeywell 3D-Wetterradar für die zivile LM-100J Super Hercules

Auch die zivile LM-100J Super Hercules kommt künftig in den Genuss eines 3D-fähigen Wetterradars von Honeywell. Das System erkennt gefährliche Wetterphänomene wie Blitze und Hagel und warnt mit automatisch generierten Symbolen davor. Foto und Copyright: Honeywell  

 

Honeywell werde beide Varianten der Hercules mit seinem neuen 3D-Wetterradar ausstatten, meldete das Unternehmen am Dienstag. Damit erhalte auch der zivile Frachter Lockheed Martin LM-100J Super Hercules die neue Technik. Die Radarsysteme Honeywell IntuVue RDR-4000 und 4000M erkennen Blitze, Hagel und Turbulenzen, so dass die Flugzeuge auch völlig auf sich gestellt in entlegenen Regionen eingesetzt werden können. Gerade im Dienst der Öl- und Gasindustrie, bei Such- oder Löscheinsätzen oder etwa medizinischen Evakuierungseinsätzen helfen diese Fähigkeiten.

Laut Honeywell verursacht extremes Wetter alleine auf Seiten der Airlinebranche jährlich Schäden in Höhe von über 100 Millionen Dollar. Das auch nachrüstbare Honeywell RDR-4000M ist speziell für Frachter, wie die C-130, C-17 und die zivile LM-100J ausgelegt. Es kann hochaufgelöste Bodenkarten mit Brücken, Städten und Küstenlinien erstellen, ist aber 65 Prozent leichter als herkömmliche Systeme und fünfmal so zuverlässig, wie die klassischen Radaranlagen der C-130.

LM-100J Roll-out Februar 2017

Die Lockheed Martin LM-100J wurde in Marietta gebaut (Foto: Lockheed Martin).  

 

Niederschlagsgebiete und Geländerelief werden bereits auf 320 NM Entfernung (600 Kilometer) und 60000 Fuß Höhe (18300 Meter) erfasst. Ab einer Entfernung von 160 NM benennt das System mögliche Hagel- und Blitzzonen. Turbulenzen können bis auf eine Entfernung von 60 NM erkannt werden. Im sogenannten "Skin Paint"-Modus können auch weitere Luftfahrzeuge dargestellt werden, die man dann auch in Wolken, bei Regen oder Nacht sicher findet, etwa für Luftbetankungen oder koordinierte Einsätze.



Weitere interessante Inhalte
Vier Flugzeuge bestellt Armée de l´Air erhält erste C-130J

16.01.2018 - Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly hat die erste Lockheed Martin C-130J Super Hercules offiziell in Empfang genommen. … weiter

Für die Truppe Top 10: Die meistverwendeten Militärtransporter

19.12.2017 - Internationale Krisen und Hilfseinsätze zeigen immer wieder die große Bedeutung des militärischen Lufttransports. Selbst kleine Nationen leisten sich erstaunliche Transporter-Flotten. Welche Muster … weiter

Ziviler Frachter von Lockheed Martin Zweite LM-100J fliegt

20.10.2017 - Bei Lockheed Martin in Marietta ist vor kurzem die zweite zivile Frachterversion des Hercules-Transporters zu Erstflug gestartet. … weiter

Langstrecken-Fallschirmeinsatz über dem Atlantik USAF rettet deutsche Segler aus Seenot

11.07.2017 - Bei einem Langstrecken-Rettungseinsatz sind Froschmänner der US Air Force am 8. Juli auf dem Atlantik zwei deutschen Seglern zu Hilfe gekommen, von denen einer schwere Brandverletzungen erlitten … weiter

Hercules-Partnerschaft mit Frankreich Deutschland plant C-130J-Beschaffung

05.10.2016 - Als Ergänzung der A400M will Deutschland "vier bis sechs" Lockheed C-130J Hercules beschaffen und diese auf einer französischen Basis stationieren. Eine entsprechende "politische Absichtserklärung" … weiter


FLUG REVUE 02/2018

FLUG REVUE
02/2018
08.01.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Letzte F-16 aus Fort Worth
- Insolvenz NIKI
- Die Neuen von Cessna
- Sea Lion für die Marineflieger
- Sparwunder Open Rotor
- Passagierjets ohne Piloten?
- Raumstation im Marsorbit?