15.12.2017
FLUG REVUE

Aerion AS2Lockheed Martin prüft Beteiligung an Überschall-Geschäfsreisejet

Aerion und Lockheed Martin wollen die Machbarkeit der gemeinsamen Entwicklung eines Überschall-Geschäftsreiejets prüfen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde am Freitag bekannt gegeben.

Das Memorandum of Understanding (MOU) definiert einen „formellen Prozess mit Meilensteinen“. In den nächsten 12 Monaten werden die Unternehmen zusammenarbeiten, um einen Rahmen für alle Phasen des Programms zu entwickeln, einschließlich Engineering, Zertifizierung und Produktion.

Das MOU ist das Ergebnis umfangreicher Diskussionen zwischen Aerion und Lockheed Martin's Skunk Works Advanced Development Programs Team.  "Nach unserer ersten Überprüfung der aerodynamischen Technologie von Aerion sind wir zu dem Schluss gekommen, dass das Aerion AS2-Konzept die weitere Investition unserer Zeit und unserer Ressourcen rechtfertigt", sagte Orlando Carvalho, Executive Vice President von Lockheed MartinAeronautics.

Airbus macht nicht weiter mit

In den letzten zweieinhalb Jahren hat Aerion die Aerodynamik und das strukturelle Design der AS2 durch eine Kooperationsvereinbarung mit Airbus weiterentwickelt. Im Zuge dessen entwickelten die beiden Unternehmen einen Vorentwurf von Tragflächen- und Zellenstrukturen, Systemlayout und Vorentwürfe für ein Fly-by-Wire-Flugsteuerungssystem.

"Wir sind dankbar für den Beitrag von Airbus zu diesem Programm", sagte Brian Barents, Executive Chairman von Aerion. "Wir hätten das Programm ohne ihre Unterstützung nicht in diese Phase bringen können."

Im Mai 2017 kündigte GE Aviation eine Vereinbarung mit Aerion über die Definition eines Überschall-Triebwerks für die AS2 an.

Die AS2 soll mit einer Höchstgeschwindigkeit von Mach 1.4 über Wasser fliegen und, soweit gesetzlich zulässig, mit Geschwindigkeiten, die sich Mach 1.2 nähern über Land. Dank seines Flügels mit natürlicher laminarer Strömung wird erwartet, dass das Flugzeug eine große Reichweite und Effizienz bei Überschall- und Unterschallgeschwindigkeiten erreicht.

Im November 2015 gab Aerion einen Flottenauftrag von Flexjet über 20 AS2-Flugzeuge bekannt. Aerion erwartet den Erstflug der AS2 im Jahr 2023 und die Zulassung im Jahr 2025.



Weitere interessante Inhalte
Edwards AFB Alter F-22 Raptor wieder im Testbetrieb

05.09.2018 - Die 411th Flight Test Squadron der USAF hat ihren Bestand an Lockheed Martin F-22A auf vier erhöht. Dazu wurde das Testflugzeug mit der Seriennummer 4006 wieder flugfähig gemacht. … weiter

Filmstart nun erst im Sommer 2020 "Top Gun 2" verspätet sich

03.09.2018 - Die zweite Folge des Jagdfliegerdramas "Top Gun" verspätet sich aus ungenannten Produktionsgründen um ein Jahr. Damit wird der Film erst am 26. Juni 2020 in die US-Kinos kommen. … weiter

Pleiten, Pech und Pannen Top 10: Die spektakulärsten Flugzeuge, die nie flogen

03.09.2018 - Senkrechtstarter, Stealth-Jäger, Mach 3 schnelle Jäger: Die Luftfahrtgeschichte ist voll von interessanten, aber erfolglosen Flugzeugprojekten, die trotz fortgeschrittener Entwicklung nie aus eigener … weiter

Edwards AFB Britische F-35B fliegt mit ASRAAM

30.08.2018 - Erstmals ist eine britische F-35B mit der britischen Luft-Luft-Lenkwaffe ASRAMM geflogen. Die Lightning II der Royal Air Force erhalten auch die Paveway IV von Raytheon UK. … weiter

Truppenerprobung bei der US Navy F-35C an Bord der „Abraham Lincoln“

29.08.2018 - Die F-35C Lightning II führt derzeit ihren Operational Test-1 (OT-1) mit dem Carrier Air Wing (CVW) 7 an Bord des Flugzeugträgers USS „Abraham Lincoln“ (CVN 72) durch. … weiter


FLUG REVUE 10/2018

FLUG REVUE
10/2018
10.09.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Extra: Top-Antriebe aus Deutschland
- Finnair: Boom auf Asien-Routen
- Hayabusa2-Mission: DLR hofft auf Erfolg des Asteroiden-Hüpfers
- Gulfstream G500: Hightech-Business-Jet erhält Zulassung
- Atombomber: Rafale ersetzt Mirage 2000N