12.02.2016
FLUG REVUE

Wochen nach der InbetriebnahmeLufthansa feiert A320neo-Übergabe

Obwohl die erste A320neo schon seit 25. Januar bei der Lufthansa im Dienst steht, wurde die Übernahme des neuen Airbus-Flugzeugs offiziell erst am Freitag in Hamburg gefeiert.

A310neo Zwei Feier 12 Februar

Bei der offiziellen Übergabefeier in Hamburg-Finkenwerder waren zwei A320neo der Lufthansa vertreten (Foto: Lufthansa).  

 

Laut Lufthansa zeigen „die ersten Erfahrungen mit der A320neo deutlich, dass die Marke von 15 Prozent geringerem Treibstoffverbrauch nicht nur erreicht, sondern sogar leicht übertroffen wird“. Pro Sitz gerechnet erhöht sich dieser Effizienzvorteil angeblich sogar auf rund 20 Prozent, da die A320neo durch eine verbesserte Raumnutzung in der Kabine mehr Sitzabstand in der Business Class bietet und zwei zusätzliche Reihen mit insgesamt zwölf Sitzen an Bord hat. Dies führt in der Economy Class allerdings dazu, dass die Sitzabstände wohl geringer als bei Ryanair sind.

A320neo Lufthansa first to fly

Die erste A320neo der Lufthansa erhielt für die offizielle Übergabefeier noch einen speziellen Aufkleber (Foto: Lufthansa).  

 

Gelobt werden auch „die deutlich leiseren Triebwerke“. „Pratt & Whitney ist stolz darauf  … mit der Auslieferung der A320neo mit Geared-Turbofan-Triebwerken mit höchstem Nebenstromverhältnis eine neue Ära der kommerziellen Luftfahrt einzuläuten“, so der Präsident von Pratt & Whitney, Robert Leduc bei der Feier in Hamburg-Finkenwerder.

Das PW1100G-JM ist allerdings auch der Grund, warum nach einigen Verzögerungen bisher nur die Lufthansa die A320neo übernommen hat. Es gibt für seinen Betrieb nämlich einige Einschränkungen – um Schäden zu vermeiden, müssen sie nach der Landung länger im Leerlauf abkühlen. Laut Leduc sollen die Probleme „im wesentlichen bis April behoben“ sein.

Die Lufthansa Group hat insgesamt 116 A320neo und A321neo bestellt, die in den nächsten Jahren ausgeliefert werden. 60 Flugzeuge werden mit dem neuen Triebwerk PW1100G-JM von Pratt & Whitney geliefert, die restlichen mit dem LEAP-1A von CFM.

Pünktlich zur Übernahme der ersten A320neo ist auch Lufthansa Technik bereit für die Wartung des neuen Flugzeugmusters und seiner Systeme. In der Vorbereitungsphase hat Lufthansa Technik sämtliche technischen, operativen und personellen Voraussetzungen für die komplette technische Betreuung der A320neo geschaffen. Im ersten Schritt wurden neben Mitarbeitern am Hub Frankfurt Mechaniker in Hamburg und München qualifiziert und mit den erforderlichen Betriebsmitteln ausgestattet.



Weitere interessante Inhalte
Revolution im Flugzeugbau Airbus Hamburg eröffnet vierte A320-Endmontage

14.06.2018 - Auf der Jagd nach immer höheren Produktionsraten setzt Airbus auf Roboterhilfe. Die am Donnerstag in Finkenwerder eröffnete vierte A320-Endmontagelinie nutzt neueste Technik für noch mehr … weiter

25,5 Millionen Liter Kerosin eingespart Lufthansa Group senkt den Flottenverbrauch

07.06.2018 - Die Flugzeuge der Konzern-Airlines haben 2017 im Durchschnitt 3,68 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer verbraucht. … weiter

Einflottung ab 2020 Germania bereitet sich auf A320neo vor

24.05.2018 - Germania hat 25 Airbus A320neo bestellt, die ab Januar 2020 übernommen werden sollen. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen bei der deutschen Airline. … weiter

ILA 2018 MTU zeigt Ideen für neues Kampfjet-Triebwerk

17.04.2018 - MTU Aero Engines präsentiert auf der ILA Berlin zivile und militärische Antriebstechnologien sowie neue Instandhaltungsverfahren. … weiter

Recaro Aircraft Seating Neuer Economy-Sitz und viele Aufträge

16.04.2018 - SpiceJet, WOW Air, China Southern: Auf der Aircraft Interiors Expo in Hamburg hat der Hersteller aus Schwäbisch Hall zahlreiche Sitze für verschiedene Klassen verkauft. … weiter


FLUG REVUE 07/2018

FLUG REVUE
07/2018
11.06.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Forschung: Wie Supercomputer Flugzeuge leiser machen
- Flughafen BER: Neue Pläne für Billig-Terminals
- NASA-Mission Insight: DLR bohrt den Mars an
- Erste A380 für Japan
- Mikojan MiG-31K: Risslands gefährliche Hyperschall-Rakete