06.04.2016
FLUG REVUE

Umsatz über der MilliardengrenzePilatus hält hohes Niveau

Mit einem Umsatz von 1,12 Milliarden Franken und einem Betriebsgewinn von 191 Millionen sfr knüpfte Pilatus 2015 an das erfolgreiche Vorjahr an.

PC-12 NG Australien 2015

Von der Pilatus PC-12 NG wurden 2015 insgesamt 70 Flugzeuge ausgeliefert (Foto: Pilatus).  

 

Ausserdem konnte Pilatus den Bestellungseingang gegenüber 2014 mehr als verdoppeln. Der Bestellbestand per Ende 2015 lag bei 1,4 Milliarden Franken. Den grössten Flottenauftrag erhielt der Schweizer Hersteller erst im Dezember, als Australien 49 PC-21 Trainingsflugzeuge bestellte.

Im Jahr 2015 hat Pilatus 121 Flugzeuge gebaut, 70 davon waren PC-12 NG, von denen allein 49 nach Nordamerika gingen. Gemessen am Umsatz stellt der Geschäftsbereich der Trainingsflugzeuge mit zwei Dritteln am Gesamtumsatz von 1,12 Millarden Franken (1914: 1,17 Mrd.) aber erneut ein sehr stabiles Standbein des Unternehmens dar.

Um Schwankungen auszugleichen, setzt Pilatus mit den beiden Geschäftsbereichen konsequent auf die erfolgreiche Zweibeinstrategie. Ab Ende 2017 soll zudem der Geschäftsreisejet PC-24 ausgeliefert werden, wofür eine weitere Produktionshalle in Stans benötigt wird.

2015 konnte das neue Logistikgebäude in Stans mit einem 24 Meter hohen, voll automatisierten Hochregallager, einem leistungsstarken Rechenzentrum sowie einem lichtdurchfluteten Betriebsrestaurant in Betrieb genommen werden. Im letzten Jahr wurden auch finanzielle Mittel für eine zukunftsorientierte Produktionsinfrastruktur bewilligt. Zum einen baut Pilatus ein topmodernes Oberflächenbehandlungszentrum.

Pilatus setzt damit weiter auf den „Werkplatz Schweiz und strebt ein nachhaltiges Wachstum an“, heißt es. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 63 auf 1788.

Verwaltungsratspräsident Oscar J. Schwenk zeigte sich „stolz, dass wir im Jahr 2015 fast nahtlos an das Rekordergebnis des letzten Jahres anknüpfen konnten und dies in Schweizer Franken wohlgemerkt, einer der stärksten Währungen der Welt. Das ist keine Kleinigkeit und schon gar nicht eine Selbstverständlichkeit!“

Allerdings wird laut Schwenk „das laufende Jahr 2016 weniger gut werden – das wissen wir schon jetzt. Umsatz und Ertrag werden tiefer ausfallen aufgrund der Tatsache, dass Flottenaufträge erst ab 2017 finanziell wirksam werden. Wir blicken jedoch optimistisch in die Jahre danach, denn wir werden im 2016 eine solide Basis legen!“



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