26.08.2013
FLUG REVUE

Erste Boeing 787-9 verlässt die EndmontageRollout der Boeing 787-9

Das erste Exemplar der verlängerten Dreamliner-Version Boeing 787-9 hat am Sonnabend in Everett die Endmontagehalle verlassen. Damit kann das Flugzeug mit umfangreichen Bodentests auf seinen Erstflug in den nächsten Wochen vorbereitet werden.

 

Die 249,5 Millionen Dollar teure Boeing 787-9 ist eine um sechs Meter Rumpflänge auf 63 Meter Länge gestreckte Ausführung mit einer technisch verbesserten Heckflosse. Die Vorderkante des Seitenleitwerks der 787-9 soll erstmals über ein neuartiges, passives System zur Grenzschichtbeeinflussung verfügen, um in einem größeren Bereich eine laminare Strömung zu bewahren. Dies soll den Widerstand und damit den Kraftstoffverbrauch senken. Boeing hat hierüber aber noch keine näheren Details mitgeteilt. Der gestreckte Dreamliner kann 40 Passagiere mehr befördern als seine kleinere Schwester 787-8 und soll zugleich 555 Kilometer mehr Reichweite schaffen.

Boeing will noch im Spätsommer zum Erstflug starten und zwei Flugzeuge für das Zulassungsverfahren einsetzen. Die Vorbereitungen der ersten 787-9, Registrierung N789X, Boeing-Kürzel ZB001, Werknummer 126, begannen am Sonntag mit dem Betanken auf dem Vorfeld. Das zweite und dritte Flugzeug, letzteres wird als erstes ausgeliefert, befinden sich bereits in der Endmontagelinie. Als erste Airline will Air New Zealand die 787-9 Mitte 2014 in Dienst stellen.

Nach amerikanischen Medienberichten hat airberlin ihre bestehende feste Bestellung für 15 Dreamliner von der Version 787-8 auf die größere 787-9 umgeschrieben. Die Boeing-Webseite verzeichnet die deutsche Bestellung derzeit allerdings noch immer für die kürzere Version 787-8.

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www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


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