13.11.2015
aero.de

Dubai Air ShowRolls-Royce wäre bei A380neo mit von der Partie

Rolls-Royce glaubt an die Zukunft der A380 als A380neo. "Wenn sich Airbus und Emirates für eine A380neo entscheiden, stehen von unserer Seite mehrere Triebwerksoptionen zur Wahl", signalisierte der für den Nahen Osten zuständige Rolls-Royce-Manager John Gay auf der Dubai Air Show.

airbus-a380-trent-xwb-97-erstflug

Rolls Royce Trent XWB-97 an A380 MSN001. Foto und Copyright: Airbus/Goussé  

 

Emirates hatte im April erstmals A380-Triebwerke bei Rolls-Royce bestellt. Der Auftrag erstreckt sich auf Antriebe für 50 Flugzeuge mit Lieferterminen ab Ende 2016.

Zwar will sich Airbus kurzfristig noch nicht auf ein A380-Lifting festlegen, streute in Dubai aber schon recht konkrete Eckdaten. Er erwarte eine A380neo für 2022 oder 2023 mit leicht verlängertem Rumpf und neuen Antrieben, sagte Airbus-Vorstandsmitglied John Leahy der "Aviation Week".

Triebfeder der A380neo ist Emirates - die Airline benötigt nach eigenen Angaben bis zu 200 der neuen Superjumbos für ihr Netz. "Wir hatten dieses Jahr viele Treffen mit Airbus zur A380neo - darüber, was wir uns vorstellen und wie viele wir bis 2035 brauchen", sagte Emirates-Chef Tim Clark Anfang Oktober.

Emirates würde sich eine A380neo zwar etwas früher wünschen. Eine übereilte Ablösung der aktuellen Generation gefährde aber nicht nur laufende Verkaufsbemühungen, sondern auch die Restwerte aktueller Flotten, heißt es aus dem Airbus-Lager.

"Timing ist alles", sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person aero.de am Donnerstag bei einem Branchenabend in Frankfurt. Ein EIS der A380neo "15 Jahre nach der ersten A380-Auslieferung" an Singapore Airlines wäre "ein taktisch gut gewählter Zeitpunkt".

Airbus spekuliert darauf, einige A380neo nicht nur bei Emirates, sondern auch bei anderen aktuellen Betreibern unterzubringen. Qatar Airways und Dauerinteressent Turkish Airlines signalisierten in Dubai, sich ebenfalls näher mit einer A380neo zu befassen.

Andere Airlines winken ab. So sieht Qantas International die Zukunft nach den Worten ihres Chefs Gareth Evans in großen Zweistrahlern. Ihre zwölf A380 werde Qantas bis zum Ende der "wirtschaftlichen Lebensdauer" fliegen und Mitte der 2020er Jahre ersetzen, sagte Evans der Zeitung "The Australian" im Juni. Qantas hatte ihre erste A380-800 2008 erhalten.

Mehr Infos zu:
Mehr zum Thema:
aero.de/Dennis Dahlenburg


Weitere interessante Inhalte
Leeres Flugzeug wurde geschleppt Hi Fly-A380 kollidiert mit Passagierbrücke

10.09.2018 - Der Airbus A380 von Hi Fly ist am Freitagabend am Pariser Flughafen Charles de Gaulle beim Einparken am Gate mit einer Passagierbrücke zusammengestoßen und beschädigt worden. … weiter

Europäische Bestseller Top 10: Die meistgebauten Airbus-Flugzeuge

06.09.2018 - Am 28. Oktober 1972 startete der erste Prototyp des Airbus A300 zu seinem Jungfernflug. Bis Ende Juli 2018 produzierte der europäische Flugzeugbauer 11.343 Flugzeuge. Aber welche sind die … weiter

Windkraftnutzung senkt Treibstoffverbrauch Airbus-Frachtfähren erhalten Hilfssegel

05.09.2018 - Das von Airbus-Ingenieuren entwickelte Hilfssegel Sea Wing wird an den Materialfähren des Konzerns installiert, um Treibstoff zu sparen. Der Verbrauch lässt sich um bis zu 20 Prozent senken. … weiter

Flughafen Tel Aviv wäre bereit Hi Fly: A380 nach Israel?

04.09.2018 - Die portugiesische Leasingfirma Hi Fly scheint mit dem Flughafen Ben Gurion in Israel ein mögliches nächstes Charter-Ziel für ihren Airbus A380 ins Auge zu fassen. … weiter

Erster japanischer Betreiber Erste A380 für ANA rollt aus der Endmontage

30.08.2018 - In Toulouse ist am Donnerstag der erste Airbus A380 für ANA aus der Halle gerollt. Er wird nun flugbereit gemacht, damit er für den Innenausbau und seine spektakuläre Meeresschildkröten-Lackierung … weiter


FLUG REVUE 10/2018

FLUG REVUE
10/2018
10.09.2018

Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Extra: Top-Antriebe aus Deutschland
- Finnair: Boom auf Asien-Routen
- Hayabusa2-Mission: DLR hofft auf Erfolg des Asteroiden-Hüpfers
- Gulfstream G500: Hightech-Business-Jet erhält Zulassung
- Atombomber: Rafale ersetzt Mirage 2000N