30.08.2017
FLUG REVUE

Konfiguration steht vor dem AbschlussRussland plant neues Bodeneffektgerät

Russland plant nach Angaben seiner Botschaft in Südafrika ein neues Bodeneffektgerät. Ekranoplane, Zwitter aus Schiff und Flugzeug, verbinden hohe Geschwindigkeit mit geringem Energiebedarf.

Russland Bodeneffektgeraet Tschaika A-050

Russland entwickelt ein neues Bodeneffektgerät, das ab dem Jahr 2020 rund 100 Passagiere über flache See-, Eis- und Wüstengebiete transportieren könnte. Foto und Copyright: Russische Botschaft in Südafrika  

 

In einem amtlichen "Tweet" auf der Nachrichtenseite Twitter veröffentlichte die russische Botschaft in Südafrika jetzt Fotos einen neuen Ekranoplans. Das als "Projekt Tschaika A-050" bezeichnete Bodeneffektgerät mit Doppeldecker-Kastenflügel stehe vor Fertigstellung seiner Konstruktionspläne und solle 100 Personen transportieren. Die Indienststellung sei für den Zeitraum 2020 bis 2022 möglich, so die Diplomaten. Ob das Projekt tatsächlich realisiert wird, ist noch nicht bekannt. Entwicklungsbetrieb ist das Konstruktionsbüro Aleksejew, das im Bereich Bodeneffektgeräte bereits über größere Erfahrung verfügt und eine ganze Familie neuer Ekranoplane vorgeschlagen hat.

Bodeneffektgeräte sind eine Kreuzung aus Schiffen und Flugzeugen. Sie bewegen sich auf einer Art Luftkissen zwischen sich und der Meeresoberfläche oder anderen Oberflächen wie Eis, Watt, Sand oder flachem Gelände und erreichen fast die Reisegeschwindigkeit von Flugzeugen. Durch den Bodeneffekt ist ihr Energiebedarf aber wesentlich geringer. Anders als Flugzeuge können sie jedoch nicht frei fliegen, so dass sie immer auf eine flache Oberfläche unter sich angewiesen sind, über der sich der Bodeneffekt bilden kann.

Tschaika A-050 Bodeneffektgerät

Der Entwicklungsbetrieb der Tschaika A-050, das Konstruktionsbüro Aleksejew, veröffentlichte auch dieses Modellfoto. Foto und Copyright: Konstruktionsbüro Aleksejew  

 

Russland hatte im Kalten Krieg eine ganze Reihe von Ekranoplanen entwickelt und für schnelle, militärische Seeanlandungen erprobt, darunter das "Kaspische Meeres-Monster" mit zehn Strahltriebwerken. Der neue Entwurf scheint mit nur noch zwei bis vier Strahltriebwerken bzw. Turboproptriebwerken auf höhere Wirtschaftlichkeit ausgelegt.

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Sebastian Steinke


Weitere interessante Inhalte
Airbus Helicopters Bundeswehr bestellt H145 für SAR-Dienst

13.12.2018 - Nach der Genehmigung durch den Haushaltsausschuss hat die Bundeswehr jetzt sieben Typ H145 bei Airbus Helicopters bestellt, um die veralteten Such- und Rettungshubschrauber der Bundeswehr vom Typ Bell … weiter

Untersuchungsbericht Wartungsfehler führte zu Tiger-Absturz in Mali

12.12.2018 - Die Flugunfallermittler stellten fest, dass „die allein unmittelbare und direkte Ursache des Flugunfalls eine fehlerhafte Einstellung der Flugsteuerung“ durch Techniker von Airbus Helicopter war, so … weiter

Überführungsflug über den Pazifik Erste F-35A der RAAF treffen in Australien ein

10.12.2018 - Am Montag sind die ersten beiden permanent im Land stationierten Lockheed Martin F-35A der Royal Australian Air Force auf der Basis Williamtown angekommen. … weiter

Jetzt direkt bestellen Der FLUG REVUE Kalender 2019: Luftfahrt-Faszination pur

07.12.2018 - Der FLUG REVUE Kalender 2019 bietet wie gewohnt die besten und interessantesten Motive aus allen Bereichen der internationalen Luftfahrt. … weiter

Das Kampfflugzeug-Sonderheft der FLUG REVUE Die besten Fighter der Welt

05.12.2018 - Das neue FIGHTER-Sonderheft der FLUG REVUE gibt einen umfassenden Überblick über die stärksten und modernsten Kampfjets der Welt. Am besten gleich besorgen! … weiter


FLUG REVUE 1/2019

FLUG REVUE
1/2019


Abonnements
Digitalabo
E-Paper
Heft-Archiv
Einzelheft bestellen


- Absturz: Welche Probleme hat die Boeing 737 Max?
- Airbus A330-800: Start in umkämpften Markt
- Eurofighter: Großübung der Luftwaffe in Laage
- New Horizons: Neues Ziel jenseits von Pluto
- Tupolew Tu-144: Der erste Überschall-Airliner